Weststadt kämpft mit 147 fehlenden Betreuungsplätzen – neue Kita soll 2030 Abhilfe schaffen
Tim LangWeststadt kämpft mit 147 fehlenden Betreuungsplätzen – neue Kita soll 2030 Abhilfe schaffen
Weststadt leidet unter akutem Betreuungsmangel – 84 Krippeplätze und 63 Kindergartenplätze fehlen
Um die Versorgungslücke zu schließen, haben Stadtverantwortliche nun den Bau einer neuen Kita in der Unstrutstraße vorgeschlagen. Das Projekt soll nicht nur den dringenden Bedarf lindern, sondern auch schnellere Bauverfahren für künftige Einrichtungen erproben.
Die geplante Einrichtung entsteht in der Unstrutstraße, in der Nähe bestehender Kitas in der Ilmenaustraße und am Muldeweg. Sie wird Platz für drei Krippengruppen, eine inklusive Gruppe sowie eine Kindergartengruppe bieten. Zudem ist ein 50 Quadratmeter großer Speiseraum vorgesehen.
Erstmals setzt die Stadt bei einer Kita auf serielle Modulbauweise. Sollte sich dieses Verfahren bewähren, könnte es künftige Bauprojekte beschleunigen. Die Gesamtkosten sind auf 10 Millionen Euro gedeckelt. Betreiber der Einrichtung wird nach Fertigstellung der Caritasverband Braunschweig sein.
Die neue Kita soll die Schließung der Kita St. Kjeld ausgleichen, die demnächst geschlossen wird. Die aktuellen Betreuungsquoten in Weststadt liegen deutlich unter den städtischen Zielvorgaben, was den Ausbau dringend erforderlich macht. Der Verwaltungsausschuss wird am 17. Juni 2026 über die Pläne abstimmen. Bei einer Zustimmung könnte der Bau 2028 beginnen, die Eröffnung wäre dann für 2030 vorgesehen.
Die Kita in der Unstrutstraße würde die dringend benötigten Kapazitäten in Weststadt erweitern, wo die Nachfrage nach Betreuungsplätzen das Angebot bei Weitem übersteigt. Das Pilotprojekt könnte zudem maßgeblich beeinflussen, wie die Stadt künftig Kitas plant – mit schnelleren und kostengünstigeren Methoden. Eine Entscheidung über den Vorschlag wird im nächsten Sommer erwartet.






