Windader West: Bausperre sichert Korridor für Nordsee-Windstrom bis 2029
Ella WagnerWindader West: Bausperre sichert Korridor für Nordsee-Windstrom bis 2029
Großes Energieprojekt in Nordrhein-Westfalen nimmt Fahrt auf
Die Initiative Windader West soll Windparks in der Nordsee über vier Offshore-Netzanbindungen mit wichtigen Verbrauchszentren verbinden. Um den Fortschritt des Projekts zu sichern, haben die Behörden nun eine dreijährige Bausperre für den vorgesehenen Korridor verhängt.
Das Windader-West-Projekt umfasst vier Netzverbindungen: Kusenhorst, Rommerskirchen 1, Rommerskirchen 2 und Niederrhein. Diese Leitungen werden Windenergie aus der Nordsee zu industriellen und Wohngebieten in der Region transportieren.
Schutzmaßnahme: Dreijährige Entwicklungsperre ab April 2026 Ab dem 7. April 2026 tritt die Bausperre in Kraft. Für drei Jahre sind in den betroffenen Zonen keine größeren Veränderungen erlaubt – etwa Neubauten, Leitungsarbeiten oder eine Intensivierung der Landwirtschaft. Ziel ist es, Spekulationen auf Grundstücke zu verhindern und Verzögerungen des Projekts zu vermeiden.
Der Regierungsbezirk Münster hat die Details der Sperre sowie eine Karte der betroffenen Gebiete online veröffentlicht. Die Unterlagen stehen bis zum 22. April 2026 zur öffentlichen Einsicht bereit. Parallel dazu plant die Amprion Offshore GmbH, Ende 2028 den Planfeststellungsantrag für den südlichen Abschnitt bei Heiden einzureichen. Der genaue Verlauf der Stromtrassen wird im Rahmen des Genehmigungsverfahrens festgelegt.
Sicherung des Korridors für den Bau Die Bausperre stellt sicher, dass die Trasse für Windader West freigehalten wird. Nach Fertigstellung werden die Netzverbindungen erneuerbare Energie von den Offshore-Windparks ins Stromnetz Nordrhein-Westfalens einspeisen. Der nächste wichtige Schritt ist der geplante Antrag auf Planfeststellung im Jahr 2028.






