Wohnungskauf in Deutschland: Warum Eigentum immer teurer wird als Mieten
Ella WagnerWohnungskauf in Deutschland: Warum Eigentum immer teurer wird als Mieten
Wohnungskauf in Deutschland wird immer schwieriger – hohe Kosten und strenge Vorschriften machen potenziellen Käufern das Leben schwer. Viele sehen sich mit hohen Steuern, zusätzlichen Gebühren und langfristigen finanziellen Belastungen konfrontiert, die Hypotheken weit weniger erschwinglich machen als in anderen Ländern. Nun schlagen einige Politiker und Ökonomen noch schärfere Maßnahmen vor, um Immobilienbesitzer zusätzlich zu belasten.
Wer in Deutschland ein Haus oder eine Wohnung kauft, zahlt bereits weit mehr als nur den Kaufpreis. Zusätzliche Kosten wie Maklerprovisionen, Notargebühren und die Grunderwerbsteuer treiben den Gesamtpreis um mindestens 10 Prozent in die Höhe. In einigen Bundesländern beträgt die Grunderwerbsteuer allein bis zu 6,5 Prozent. Hinzu kommen langfristig strenge Bauvorschriften und verpflichtende, klimabedingte Sanierungen, die die Ausgaben weiter steigern.
Bis die Hypothek vollständig abgezahlt ist, haben viele Deutsche am Ende das Eineinhalbfache des ursprünglichen Kaufpreises bezahlt. Mieten hingegen werden vom Staat stark subventioniert – was den Kauf einer Immobilie im Vergleich noch teurer erscheinen lässt.
Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), hat vorgeschlagen, die Grundsteuer weiter zu erhöhen. Seine Pläne sehen unter anderem Abgaben auf Wertsteigerungen von Grundstücken vor – selbst wenn diese lediglich die Inflation widerspiegeln und keinen realen Gewinn darstellen. Einige Politiker diskutieren zudem ein "Lastenausgleichs"-Modell, ähnlich dem nach 1945, das Immobilienbesitzer zwingen würde, eine staatlich verordnete Zwangshypothek aufzunehmen.
Die Kombination aus steigenden Steuern, Zusatzkosten und regulatorischen Auflagen macht den Immobilienerwerb in Deutschland zu einer kostspieligen Herausforderung. Mit den neuen Vorschlägen auf dem Tisch könnten Hausbesitzer bald noch stärker unter finanziellen Druck geraten. Vorerst bleibt die Schere zwischen Mieten und Eigentum weiter groß.






