11 April 2026, 10:06

100 Jahre alter Handlauf löst teure Sicherheitsfarce in Frankfurter Schule aus

Treppe mit einem Geländer.

100 Jahre alter Handlauf löst teure Sicherheitsfarce in Frankfurter Schule aus

Ein 100 Jahre alter Handlauf in einer Frankfurter Schule hat eine ungewöhnliche Sicherheitsmaßnahme ausgelöst. Da das Geländer lediglich sieben Zentimeter unter der vorgeschriebenen Höhe liegt, stationierten die Behörden zwölf Sicherheitskräfte im Treppenhaus. Die Maßnahme überraschte das Schulpersonal und wirft Fragen zu Kosten und Notwendigkeit auf.

Auslöser war ein Befund der Prüfer, wonach der Handlauf nur 103 statt der geforderten 110 Zentimeter misst – eine Vorgabe aus den Muster-Richtlinien für Schulbauten von 2009, an die sich die Stadt halten muss. Trotz fehlender Unfälle in einem Jahrhundert reagierten die Verantwortlichen umgehend.

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Seit Montag überwachen die Sicherheitskräfte das Treppenhaus zu Wochenkosten von 13.700 Euro. Die kommissarische Schulleiterin bezeichnete die Maßnahme als übertrieben und schlug vor, das Geländer mit einer einfachen Lösung deutlich günstiger nachzurüsten. Die Stadt beharrt jedoch auf der Einhaltung der Vorschriften – selbst bei hohen Ausgaben.

Eine für Montag anberaumte Sitzung soll über das weitere Vorgehen entscheiden. Bis dahin bleibt die Bewachung auch über die Osterferien bestehen, wenn auch zu reduzierten Kosten von 5.000 bis 6.000 Euro pro Woche.

Der Streitfall zeigt das Spannungsfeld zwischen strengen Sicherheitsregeln und pragmatischen Lösungen. Die Schule wartet nun auf die Entscheidung, ob der Handlauf umgebaut oder die Übergangslösung beibehalten wird. Bis dahin bleiben die Sicherheitskräfte vor Ort – und sorgen für Regelkonformität zu einem beträchtlichen Preis.

Quelle