17 Jahre nach Jacksons Tod: Warum sein Nachlass noch immer vor Gericht landet
Matteo Wolf17 Jahre nach Jacksons Tod: Warum sein Nachlass noch immer vor Gericht landet
17 Jahre nach Michael Jacksons Tod steckt sein Nachlass noch im Erbschaftsverfahren
Seit dem Tod des Popstars im Jahr 2009 wird der Nachlass von Michael Jackson vor Gericht abgewickelt. Die Testamentsvollstrecker haben seitdem über 148 Millionen US-Dollar an Vergütungen erhalten, während sie das Vermögen des verstorbenen Sängers für seine drei Kinder verwalten. Doch die Spannungen nehmen zu, da eine der Erben, Paris Jackson, die Transparenz des Nachlasses infrage stellt – insbesondere im Zusammenhang mit einem bevorstehenden Biopic über ihren Vater.
Laut Gerichtsdokumenten beliefen sich die Zahlungen an die Testamentsvollstrecker bis 2021 auf insgesamt 148.252.657 US-Dollar. In einer jüngsten Akte wurde bekannt, dass Paris Jackson die Behauptung bestreitet, sie habe bereits 65 Millionen US-Dollar aus dem Nachlass erhalten und werde in Zukunft Hunderte Millionen erben. Die Anwälte des Nachlasses warfen ihr daraufhin in einem Schriftsatz vom 19. März vor, sie inszeniere "Fotoauftritte für die Boulevardpresse" und "stolziere in Verhandlungsräume".
Auch der anstehende Kinofilm Michael sorgt für Kontroversen. In der Hauptrolle als Pop-Ikone ist Jaafar Jackson zu sehen, während Colman Domingo und Nia Long seine Eltern spielen. Aufgrund von Nachdrehs und Änderungen am Drehbuch verzögerte sich die Produktion. Miles Teller übernimmt die Rolle von John Branca, Jacksons langjährigem Unterhaltungsanwalt. Paris Jackson hatte das Projekt zuvor auf Instagram als "zuckerbeschichtet" und "unehrlich" kritisiert und fordert mehr Transparenz von den Nachlassverwaltern.
Ein Richter genehmigte kürzlich einen Zeitplan, nach dem der Nachlass seine Ausgaben vorlegen muss, und erlaubte den Testamentsvollstreckern, ihren Rechenschaftsbericht für 2025 bis April 2027 zu verschieben. Der Biopic, dessen Veröffentlichung nun feststeht, erscheint zu einer Zeit, in der die Auseinandersetzungen über die Verwaltung des Nachlasses und die Darstellung von Jacksons Leben anhalten.
Der Nachlass bleibt unter gerichtlicher Aufsicht, während die Testamentsvollstrecker weiterhin hohe Gebühren erhalten und Paris Jackson auf klarere Finanzunterlagen drängt. Die Veröffentlichung des Films wird voraussichtlich die familiären Konflikte und die langwierigen juristischen Verfahren um den Nachlass weiter in den Fokus rücken. Eine Lösung des Erbschaftsstreits ist bisher nicht in Sicht.






