22 November 2025, 19:42

325 neue Meister in Sachsen: Handwerk feiert Erfolg und fordert politische Unterstützung

Eine Person in Socken steht neben einer Nähmaschine, Scheren, Boxen und Körben an einer Wand mit Kleidung.

Sachsen hat 325 neue Meister - 325 neue Meister in Sachsen: Handwerk feiert Erfolg und fordert politische Unterstützung

Sachsens Handwerk begrüßt 325 neue Meister nach Feier in Dresden

Bei einer Veranstaltung der Handwerkskammer Dresden wurden 325 frischgebackene Handwerksmeister geehrt – ein Anlass, der nicht nur ihre Leistungen würdigte, sondern auch die Forderung nach stärkerer politischer Unterstützung unterstrich.

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Ministerpräsident Michael Kretschmer lobte die neuen Meister als Beweis für die Verbundenheit der Region mit handwerklicher Tradition und wirtschaftlicher Widerstandsfähigkeit.

Insgesamt erhielten 55 Frauen und 270 Männer ihren Meisterbrief. Die größten Gruppen kamen aus den Bereichen Kfz-Technik (36 Absolventen), Elektrotechnik (35) und Bäckerei (23). Weitere Handwerke waren Tischlerei, Schreinerei sowie orthopädische Schuhtechnik mit jeweils 21 und 20 Prüfungsbestehenden.

Die Feier stand unter dem Motto „Meister 2025: Wir packen das an!“ – ein Verweis auf die Sorgen vor schwachem Wirtschaftswachstum. Jörg Dittrich, Präsident der Dresdner Handwerkskammer und Chef des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), nutzte die Gelegenheit, um politische Weichenstellungen zu fordern. Er verlangte niedrigere Energiekosten, geringere Sozialabgaben und weniger Bürokratie, um jungen Meistern den Einstieg in die Selbstständigkeit oder die Übernahme von Betrieben zu erleichtern.

Dittrich plädierte zudem dafür, die sächsische Meisterprämie auf 4.000 Euro zu erhöhen – angelehnt an die Förderung in Niedersachsen und Bremen. Sowohl Bund als auch Land müssten Handwerk und Mittelstand in der Wirtschaftspolitik Priorität einräumen, betonte er. Die neuen Meister, die in 26 verschiedenen Gewerken ausgebildet wurden, stammen aus 14 Bundesländern – ein Zeichen für die überregionale Attraktivität des Handwerks.

Kretschmer, der sich seit Langem für bessere Rahmenbedingungen im Handwerk einsetzt, bezeichnete die Zeremonie als Symbol für Sachsens wirtschaftliche Stärke. Er verband den Erfolg des Handwerks mit übergeordneten Zielen wie Klimaschutz und Regionalentwicklung.

Die 325 frisch gebackenen Meister treten nun in einen Wirtschaftsbereich ein, der zwar vor Herausforderungen steht, aber auch politische Rückendeckung erfährt. Ihre Qualifikationen fallen in eine Zeit, in der Führungskräfte für finanzielle Anreize und Entlastungen bei Vorschriften werben. Im Fokus bleibt die langfristige Sicherung des sächsischen Handwerks.