AfD-Chef Björn Höcke bekommt gemischten Empfang in Stadtlengsfeld
AfD-Chef Björn Höcke erlebte bei einer Veranstaltung in Stadtlengsfeld, Thüringen, sowohl Zustimmung als auch Protest. Die unter dem Titel '10 Jahre offene Grenzen – Ein Bürgerdialog' vom AfD organisierte Veranstaltung wurde von dem Bundestagsabgeordneten Stefan Möller und dem Landtagsabgeordneten Uwe Krell eröffnet, die Höcke als 'zukünftigen Ministerpräsidenten Thüringens' vorstellten. In der bis auf den letzten Platz gefüllten Feldatalhalle begrüßten rund 300 Teilnehmer Höcke mit lang anhaltendem Stehapplaus – ein deutliches Zeichen für die starke lokale Unterstützung des AfD-Vorsitzenden. Draußen protestierten hingegen etwa 60 Mitglieder der Initiative 'Omas gegen Rechts' und zeigten damit die gespaltene Haltung der Stadtbevölkerung. Ungewiss bleibt, ob die Feldatalhalle künftig weiter für AfD-Veranstaltungen genutzt werden darf. Lokale Verantwortliche äußerten Bedenken und stellten infrage, ob weitere Events genehmigt werden. Der amtierende Thüringer Ministerpräsident Mario Voigt hat sich weder zur Veranstaltung noch zu möglichen weiteren AfD-Auftritten in der Stadt geäußert. Höckes Auftritt in Stadtlengsfeld unterstrich die polarisierende Wirkung der AfD: Während er bei Teilen der Bevölkerung auf starke Zustimmung stößt, formiert sich gleichzeitig deutlicher Widerstand. Die unklare Zukunft von AfD-Veranstaltungen in der Feldatalhalle spiegelt den schwierigen Spagat wider, den die Stadt und die Region zwischen unterschiedlichen Meinungslagern bewältigen müssen.
