AfD-Einladungen spalten Thüringer Wirtschaftsverbände und lösen Austrittswelle aus
Greta SchneiderAfD-Bearbeitung: Verbände fühlen sich der Neutralität verpflichtet - AfD-Einladungen spalten Thüringer Wirtschaftsverbände und lösen Austrittswelle aus
Eine Debatte über den politischen Umgang mit der Alternative für Deutschland (AfD) spaltet die Wirtschaftsverbände in Thüringen. Der Streit entbrannte, nachdem der Verband der Familienunternehmer AfD-Vertreter zu Veranstaltungen eingeladen hatte – woraufhin einige Mitglieder die Organisation verließen. Andere große Verbände in der Region gehen hingegen unterschiedlich mit der Einbindung der Partei um.
Der Verband der Familienunternehmer löste in diesem Jahr Kritik aus, indem er AfD-Politiker in seine Aktivitäten einband. Im Oktober veranstaltete der Verband einen parlamentarischen Abend mit AfD-Beteiligung und vollzog damit bewusst einen Kurswechsel. Diese Entscheidung führte dazu, dass mehrere Unternehmen aus Protest ihre Mitgliedschaft kündigten.
Die Auseinandersetzung zeigt, wie unterschiedlich die Wirtschaftsverbände Thüringens mit der AfD umgehen. Während sich etwa die IHK und die HWK neutral positionieren, lehnt der VdU jede Zusammenarbeit mit der Partei kategorisch ab. Die Konsequenzen der Öffnung gegenüber der AfD werden beim Verband der Familienunternehmer bereits sichtbar: Der Verband muss erste Austritte verzeichnen.
