06 April 2026, 20:06

AfD in Harburg verliert zwei weitere Abgeordnete nach neuen Skandalen

Eine handgezeichnete politische Karikatur auf Papier zeigt rote Figuren in Not auf einem Gitter, mit schwarzer Schrift, die die Szene betont.

AfD in Harburg verliert zwei weitere Abgeordnete nach neuen Skandalen

Die AfD ist im Bezirksparlament Harburg von ursprünglich sieben auf nur noch drei Sitze geschrumpft. Seit ihrem Einzug 2020 haben interne Konflikte und Skandale die Arbeit der Partei überschattet. Nun haben zwei weitere Abgeordnete die Fraktion verlassen – diesmal vor dem Hintergrund neuer Vorwürfe wegen Fehlverhaltens und finanzieller Unregelmäßigkeiten.

2020 hatte die AfD erstmals sieben Sitze im Harburger Bezirksparlament errungen. Doch seitdem prägen Streitigkeiten und interne Machtkämpfe ihre Amtszeit. Im vergangenen Jahr verließ Adrian Leuser die Fraktion, nachdem er rassistische Drohungen von einem Kollegen angezeigt hatte. Später floh er sogar aus der Stadt, als seine private Wohnadresse mit einer bedrohlichen Nachricht ins Visier geriet.

Jetzt haben mit Andreas Ehlers und Harald Feineis zwei weitere Mitglieder die Gruppe verlassen. Ehlers wirft dem Fraktionsvorsitzenden Helge Ritscher körperliche Angriffe vor. Zudem behauptet er, auf dem Konto der Fraktion befinde sich ein sechsstelliger Betrag ohne nachvollziehbare Belege.

Kritiker werfen der AfD vor, mit ihrem Verhalten die lokale Politik zu blockieren. Simon Dhemija von der Linken sagt, die Partei wolle gezielt Skandale provozieren und das System lahmlegen. Der CDU-Abgeordnete Rainer Bliefernicht warnt, die jüngsten Austritte könnten sogar zur Bildung einer zweiten AfD-Fraktion führen.

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Wiederholt wurden sachliche Debatten durch die anhaltenden Streitigkeiten in den Hintergrund gedrängt. Viele im Parlament zweifeln mittlerweile daran, ob die verbleibenden drei Mitglieder noch handlungsfähig sind.

Die Harburger AfD-Fraktion zählt nun nur noch drei Abgeordnete – ein dramatischer Rückgang gegenüber den ursprünglichen sieben Sitzen. Finanzielle Ungereimtheiten, Gewaltvorwürfe und Drohungen haben ihren Niedergang beschleunigt. Angesichts weiterer möglicher Spaltungen bleibt die künftige Rolle der Partei im Bezirk ungewiss.

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