15 May 2026, 12:10

AfD scheitert in Uckermark trotz Umfragehochs in Ostdeutschland

Eine Deutschlandkarte mit in rot und blau hervorgehobenen Bundesländern, die die Ergebnisse der Wahl 2016 mit Kandidatennamen und Wahltermindetails zeigt.

AfD scheitert in Uckermark trotz Umfragehochs in Ostdeutschland

Die AfD verzeichnet in den jüngsten Kommunalwahlen in Ostdeutschland gemischte Ergebnisse. Zwar führt die Partei in Umfragen vor den Herbstwahlen auf Landesebene, doch erlitt sie im Landkreis Uckermark eine deutliche Niederlage. Die amtierende CDU-Kandidatin Karina Dörk setzte sich klar gegen ihren AfD-Herausforderer Felix Teichner durch.

Laut bundesweiten Umfragen liegt die AfD derzeit knapp vor der Union aus CDU und CSU. Doch die meisten ehemaligen konservativen Wähler haben sich nicht der rechtspopulistischen Partei zugewandt, sondern bevorzugen linksgerichtete Alternativen oder planen, der Wahl fernzubleiben.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

In Uckermark verteidigte Karina Dörk ihr Mandat mit einem deutlichen Vorsprung. Ihr Wahlkampf verzichtete auf Debatten über die sogenannte Brandmauer gegen die AfD und setzte stattdessen auf Kompetenz und lokale Themen. Dörk wies das, was sie als Scheindiskussionen bezeichnete, zurück und betonte ihre Bilanz.

Ihr Kontrahent Felix Teichner präsentierte sich dagegen mit einem gemäßigteren Image, beschrieb sich als bürgernah und trat bei Veranstaltungen sogar mit linksgerichteten Volksliedern auf. Trotz dieser Bemühungen entschieden sich die Wähler für Dörks Erfahrung statt für den AfD-Herausforderer.

Das Ergebnis spiegelt einen übergeordneten Trend in Ostdeutschland in diesem Jahr wider: Die AfD trat bei 26 Bürgermeister- und Kreistagswahlen an, gewann davon jedoch nur zwei. Dies steht im scharfen Kontrast zu ihrer starken Position in Landesumfragen, wo sie in Sachsen-Anhalt mit 41 Prozent und in Mecklenburg-Vorpommern mit 36 Prozent führt.

Bundesweit hat die Partei die Union um zwei bis drei Prozentpunkte überholt. Studien zeigen jedoch, dass sich die meisten Wähler, die seit 2021 von den Konservativen abgewandten haben, nicht der AfD zuwenden. Stattdessen tendieren sie zu linksgerichteten Parteien oder wollen am Wahltag zu Hause bleiben.

Die aktuelle Folge des Bundestalk-Podcasts analysiert diese Verschiebungen und diskutiert, wie etablierte Parteien darauf reagieren könnten. Die wöchentlich erscheinende Sendung ist auf Spotify, Deezer, iTunes und der offiziellen Website verfügbar.

Die Wahl in Uckermark unterstreicht die Kluft zwischen der Beliebtheit der AfD auf Landesebene und ihren Schwierigkeiten in direkten Kommunalwahlen. Zwar bleibt die Partei in regionalen Umfragen dominant, doch ihr begrenzter Erfolg bei Personenwahlen deutet auf Herausforderungen hin, Wählerzustimmung in politische Ämter umzumünzen. Der CDU-Sieg in Uckermark bestätigt, dass lokal ausgerichtete Kampagnen, die auf Kompetenz setzen, den Rechtspopulisten weiterhin Paroli bieten können.

Quelle