Audi trennt sich überraschend von Formel-1-Teamchef Jonathan Wheatley
Greta SchneiderAudi trennt sich überraschend von Formel-1-Teamchef Jonathan Wheatley
Audis Formel-1-Projekt steht vor einem Führungswechsel: Teamchef Jonathan Wheatley scheidet aus persönlichen Gründen aus. Seine Abkehr erfolgt nur wenig mehr als ein Jahr nach seinem Amtsantritt bei dem Rennstall, der ursprünglich als Kick Sauber bekannt war und sich derzeit in die offizielle Formel-1-Werkmannschaft von Audi wandelt. Der deutsche Automobilhersteller hat nun Mattia Binotto mit der alleinigen Leitung des Projekts betraut.
Wheatleys offizielle Zusammenarbeit mit Audi begann im März 2025, als er die Position des Teamchefs während der letzten Saison unter dem Namen Sauber übernahm. Unter seiner Führung machte das neu formierte Audi-Team in der Anfangsphase stetige Fortschritte und etablierte ein zuverlässiges Testprogramm. Doch trotz dieser Bemühungen gestaltete sich die Saison 2026 schwierig: Technische Rückschläge, darunter Ausfälle des Antriebsstrangs, setzten die Fahrer Nico Hülkenberg und Gabriel Bortoleto unter Druck. Nach nur zwei Rennen belegte das Team lediglich den neunten Platz in der Konstrukteurswertung.
In dieser Phase arbeitete Wheatley in einer geteilten Führungsstruktur mit Mattia Binotto zusammen. Während Wheatley nun zu Aston Martin wechselt, übernimmt Binotto die alleinige Verantwortung für Audis Formel-1-Engagement. Das Team bleibt seinem langfristigen Ziel verpflichtet: Bis 2030 ein Team aufzubauen, das um die Weltmeisterschaft kämpfen kann.
Audi-CEO Gernot Döllner würdigte Wheatleys Verdienste, insbesondere bei der Vorbereitung des Markendebüts in der Formel 1. Der Wechsel vollzieht sich zu einem Zeitpunkt, an dem Audi den ehemaligen Sauber-Rennstall vollständig in die eigene Werkmannschaft integriert – rechtzeitig zum Start der Saison 2026.
Mit Binotto an der Spitze wird Audis Formel-1-Team seinen Weg in Richtung Wettbewerbsfähigkeit fortsetzen. Das Ziel des Herstellers, bis zum Ende des Jahrzehnts um Weltmeistertitel mitzufahren, bleibt unverändert. Wheatleys Abschied markiert das Ende einer kurzen, aber prägenden Phase in der Entwicklung des Teams.






