Aus Bauschutt werden nachhaltige Baumaterialien – ein revolutionäres Recycling-Projekt
Tim LangAus Bauschutt werden nachhaltige Baumaterialien – ein revolutionäres Recycling-Projekt
Ein neues Forschungsprojekt verwandelt Bauschutt in umweltfreundliche Baumaterialien. Die Initiative RCPoroGipsWandPutz zielt darauf ab, Gips und porenbetonähnliche Materialien wie autoklavierten Porenbeton (AAC) zu nachhaltigen Produkten zu recyceln. Gefördert von der deutschen Bundesregierung, konzentriert sich das Vorhaben auf die Region Südharz als Testgebiet für diese Innovationen.
Am Projekt beteiligt sind Expertinnen und Experten der Hochschule Nordhausen sowie des Leibniz-Instituts für Materialorientierte Technologien. Am 20. August 2024 trafen sich die Partner, um den Fortschritt zu bewerten und die nächsten Entwicklungsschritte zu planen.
Ihr Ziel ist die Herstellung zweier neuer Baumaterialien: einer leichten Wandfüllung und eines gipsbasierten Putzes, die beide aus zerkleinertem AAC-Sand und recyceltem Gips als Bindemittel bestehen. Durch die Wiederverwertung von Abbruchmaterial möchte das Team den Bedarf an neu abgebautem Gips in Bauprojekten verringern.
Eine der größten Herausforderungen besteht darin, die Verarbeitung des zermahlenen Porenbetons so anzupassen, dass er den strengen technischen Anforderungen der Produkte gerecht wird. Das Projekt läuft im Rahmen des Programms WIR! – Wandel durch Innovation in der Region, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt wird.
Bei Erfolg könnte das RCPoroGipsWandPutz-Projekt einen neuen Standard für das Recycling von Bauschutt in Deutschland setzen. Die Region Südharz dient dabei als praktisches Beispiel dafür, wie Gips und Porenbeton zu hochwertigen, nachhaltigen Materialien umgewandelt werden können. Die Erkenntnisse könnten zudem helfen, den Einsatz von Rohgips in zukünftigen Bauvorhaben zu reduzieren.
