Baugewerbe-Löhne im Osten steigen stärker als im Westen – historischer Tarifabschluss erreicht
Matteo WolfBaugewerbe-Löhne im Osten steigen stärker als im Westen – historischer Tarifabschluss erreicht
Löhne im ostdeutschen Baugewerbe steigen um 5,3 Prozent – und übertreffen damit den West-Zuwachs von 3,9 Prozent. Die Erhöhung ist Teil des jüngsten Tarifabschlusses und markiert einen bedeutenden Schritt hin zu mehr Lohngerechtigkeit in ganz Deutschland.
Die dritte Stufe der Tarifvereinbarung für 2024 ist nun in Kraft getreten. Das bis zum 31. März 2027 gültige Abkommen führt erstmals bundesweit einheitliche Lohnstandards für Bauarbeiter ein. Damit gilt in Deutschland nun das Prinzip "Ein Land, ein Lohn, ein Gehalt".
In der Branche sind rund 920.000 Beschäftigte tätig, davon über 600.000 in den westdeutschen Bundesländern. Die neue Entgeltstruktur soll die seit langem bestehende Lücke zwischen Ost- und Westverdiensten schließen. Carsten Burckhardt, stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft IG BAU, bezeichnete die Reform als "historischen Meilenstein" nach Jahrzehnten ungleicher Behandlung.
Laut Tarifvertrag erhalten Beschäftigte in Ostdeutschland eine prozentual höhere Erhöhung als ihre Kolleginnen und Kollegen im Westen. Diese Anpassung spiegelt die anhaltenden Bemühungen wider, regionale Lohnunterschiede auszugleichen.
Die Vereinbarung sorgt für fairere Bezahlung im gesamten deutschen Baugewerbe. Mit den neuen Sätzen rückt die Branche der Abschaffung der Ost-West-Lohnkluft ein Stück näher. Der Tarifvertrag gilt bis Ende März 2027.






