Bayerns Politiker glänzen bei Fastnacht mit mutigen Kostüm-Botschaften
Ella WagnerBayerns Politiker glänzen bei Fastnacht mit mutigen Kostüm-Botschaften
Bayerns Politiker setzen bei der Fastnacht in Franken auf mutige Kostümstatements
Bei der diesjährigen Fastnacht-in-Franken-Gala zeigten sich die politischen Spitzenkräfte des Freistaats mit aufwendigen Verkleidungen – jede mit persönlichem oder beruflichem Bezug. Von historischen Kriegern bis zu Suffragetten sorgten die Outfits für Gesprächsstoff jenseits der üblichen politischen Debatten.
Ministerpräsident Markus Söder (CSU) erschien als Braveheart – eine Wahl, die manche mit den anhaltenden Spannungen zwischen München und Berlin in Verbindung brachten. Sein Look wurde von Dirk Hirsch, dem Leiter der Kostümabteilung des Staatstheaters Nürnberg, perfektioniert. Zwar war keine direkte politische Botschaft mit dem Aufzug verbunden, doch das Krieger-Motiv zog alle Blicke auf sich.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) setzte auf eine lockerere Note und verkleidete sich als Lucky Luke, den legendären Cowboy. Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) hingegen wählte ein maritimes Kostüm. Ihr Mann Oliver Bär scherzte, sie sei in ihrem Ministeramt ohnehin schon "eine Rakete".
Die Präsidentin des Bayerischen Landtags, Ilse Aigner (CSU), entschied sich für ein Suffragetten-Kostüm – inspiriert von der CSU-Kampagne Bayern ruft. Damit wollte sie mehr Frauen für die Politik begeistern. Aigners Auftritt unterstrich den Mix aus Humor und Ernst, der die Veranstaltung prägte: eine Verbindung von Tradition und modernen politischen Themen.
Die Gala zeigte, wie kreativ und subtil Bayerns Politiker mit ihren Kostümen Botschaften setzten. Besonders diskutiert wurden Söders Braveheart und Aigners Suffragetten-Look. Zwar blieb der Abend festlich – doch die Verkleidungen gaben Einblicke in die Persönlichkeiten und Prioritäten ihrer Träger.
