Weltrekorde in Lebensgefahr - Benedikt Böhms schmerzhafte Rückkehr in den tödlichen Himalaya
Tödlicher Himalaya: Benedikt Böhms verlorene Freundschaft – Ein Dokumentarfilm über zwei Kindheitsfreunde, Extrembergsteiger und die Tragödie, die alles veränderte
Am Montag, den 23. März, zeigt die ARD um 23:35 Uhr den bewegenden Dokumentarfilm Tödlicher Himalaya: Benedikt Böhms verlorene Freundschaft. Die Produktion begleitet den Extrembergsteiger Benedikt Böhm auf eine schmerzhafte Reise in die Vergangenheit – zurück zu den Gipfeln, die er einst mit seinem langjährigen Freund und Seilpartner Sebastian Haag bezwang. Haag kam vor einem Jahrzehnt bei einer Lawine ums Leben.
Benedikt Böhm und Sebastian Haag wuchsen gemeinsam in München auf, verbunden durch eine Leidenschaft fürs Klettern, die sie schließlich an die höchsten Berge der Welt führte. Ohne zusätzlichen Sauerstoff stellten sie Geschwindigkeitsrekorde an Achttausendern im Himalaya auf und verschoben so die Grenzen des Extrembergsteigens. 2014 gipfelte ihr Ehrgeiz in einem gewagten Vorhaben: die Besteigung von Shishapangma und Cho Oyu innerhalb von nur sieben Tagen.
Doch am 24. September desselben Jahres musste Böhm hilflos mitansehen, wie Haag von einer Lawine verschüttet wurde. Der Verlust riss eine tiefe Wunde – Böhm beschrieb die Zeit danach als einen "Albtraum, aus dem er nicht erwachte". Jahre lang rang er mit der Frage, wie sich der Nervenkitzel der Rekordjagd mit der Trauer um den besten Freund vereinen ließ.
Nun, im Jahr 2025, kehrt Böhm an den Muztagh Ata zurück – den 7.546 Meter hohen Berg in Westchina, wo einst ihr erster gemeinsamer Speed-Aufstieg begann. Der Dokumentarfilm hält diese emotionale Rückkehr fest und verbindet historisches Filmmaterial ihrer frühen Triumphe mit Böhms reflektierenden Gedanken über Risiko, Freundschaft und den Preis des Ehrgeizes.
Tödlicher Himalaya bietet einen schonungslosen Einblick in die Höhenflüge und Abgründe des Extrembergsteigens. Der Film zeichnet Böhms Weg nach – vom Rekordjäger zum Mann, der sich der Leere stellt, die Haags Tod hinterließ. Die ARD-Dokumentation gewährt den Zuschauerinnen und Zuschauern einen intimen Blick auf eine Freundschaft, die in den Bergen geschmiedet wurde – und an einem einzigen Tag zerbrach.






