03 January 2026, 06:11

Bergrettung warnt: Immer mehr Wanderer riskieren ihr Leben durch Leichtsinn

Berge mit Bäumen und nebligem Himmel.

Immer mehr unterschätzen die Berge in Niedersachsen - Bergrettung warnt: Immer mehr Wanderer riskieren ihr Leben durch Leichtsinn

Bergrettungsdienst warnt vor zunehmender Risikobereitschaft bei Wanderern und Kletterern

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Immer mehr Bergsportler unterschätzen die Gefahren in der Natur – mit der Folge, dass es häufiger zu Notfällen kommt. Der Bergrettungsdienst Sankt Andreasberg im Harz verzeichnet vermehrt Einsätze, oft wegen mangelnder Vorbereitung und Selbstüberschätzung.

Allein im vergangenen Jahr rückte das Team zu Hunderten Notfällen in den Harzer Bergen aus. Zwar gingen die Einsätze im milden Winter leicht zurück, doch im Sommer häufen sich die Vorfälle – besonders in Mountainbike-Parks. Ein Fall betraf einen Mann, der trotz bekannter Herzprobleme mit dem Rad unterwegs war und wiederbelebt werden musste.

Die Rettungskräfte nennen typische Fehler: ungeeignetes Schuhwerk, leere Handyakkus und fehlende Planung. Kletterer, die hauptsächlich in Hallen trainieren, schätzen die realen Bedingungen oft falsch ein und entwickeln so trügerische Sicherheit. Eine gute Vorbereitung umfasst robuste Schuhe, wetterfeste Kleidung, eine Taschenlampe, eine Powerbank und Zeitpuffer für Verzögerungen. Auch das Herunterladen von Routen, das Merken von Orientierungspunkten und die Information anderer über Planänderungen sind ratsam. Neben Rettungseinsätzen unterstützte das Team zudem die Feuerwehr bei einem Waldbrand nahe Goslar.

Die Warnungen kommen zu einer Zeit, in der immer mehr Menschen unvorbereitet ins Gelände aufbrechen. Rettungskräfte müssen weiterhin vermeidbare Einsätze wegen unzureichender Ausrüstung und überschätzter Fähigkeiten bewältigen. Gründliche Planung und fachkundige Beratung bleiben entscheidend, um Risiken in den Bergen zu minimieren.