Berlin eröffnet Notunterkünfte für Geflüchtete am alten Flughafen Tegel
Greta SchneiderFlüchtlinge in andere Unterkünfte verlegt - Berlin eröffnet Notunterkünfte für Geflüchtete am alten Flughafen Tegel
In Berlin sind am ehemaligen Flughafen Tegel neue Notunterkünfte für Geflüchtete eröffnet worden. Rund 200 Menschen, darunter auch Personen mit schweren medizinischen Bedürfnissen, wurden bereits an den Standort verlegt. Der Schritt erfolgt nach der Schließung der großen Gemeinschaftsunterkunft auf dem Gelände im vergangenen Dezember.
Die provisorische Einrichtung wurde in nur zwei Stunden von Mitarbeitenden, Sicherheitskräften und Catering-Teams fertiggestellt. Von 500 verfügbaren Notplätzen in Terminal C sind derzeit 200 belegt. Unter den Neuankömmlingen befinden sich auch Personen mit besonderem Betreuungsbedarf, darunter zehn Menschen, die auf Beatmungsgeräte angewiesen sind.
Parallel entsteht am selben Standort ein langfristiges Aufnahmezentrum nach EU-Standard. Ursprünglich für Januar 2026 geplant, verzögert sich die Fertigstellung nun bis zur zweiten Jahreshälfte. Nach der Eröffnung soll die Einrichtung bis zu 2.600 Geflüchtete aufnehmen können. Laut Angaben der Behörden bleibt die Lage vor Ort ruhig und gut organisiert. Die neuen Notmaßnahmen folgen auf die Schließung der früheren Großunterkunft in Tegel im Dezember.
Die provisorischen Unterkünfte bieten Geflüchteten, darunter auch Menschen mit lebenswichtigen medizinischen Bedürfnissen, sofortige Hilfe. Das permanente Aufnahmezentrum wird nach seiner Inbetriebnahme die Kapazitäten Berlins zur Unterbringung von Neuankömmlingen deutlich erweitern. Die Bauarbeiten sollen bis Ende 2026 abgeschlossen sein.
