24 March 2026, 16:07

Berlin startet bundesweit einzigartige Strategie gegen Queerfeindlichkeit und Gewalt

Eine große Gruppe von Menschen mit Fahnen und Schildern vor einem Gebäude während einer LGBTQ+-Rechtsdemo in Berlin, mit Gebäuden, einem Kran und Wolken im Hintergrund.

Berlin startet bundesweit einzigartige Strategie gegen Queerfeindlichkeit und Gewalt

Berlin hat eine umfassende Strategie zur Verbesserung der Sicherheit queerer Menschen in der gesamten Stadt auf den Weg gebracht. Der im März 2026 beschlossene Plan ist der erste seiner Art unter den deutschen Bundesländern und folgt auf einen deutlichen Anstieg gemeldeter queerfeindlicher Vorfälle im vergangenen Jahr.

Die neue Strategie umfasst 40 konkrete Maßnahmen zur Bekämpfung von Diskriminierung und Gewalt. Da mehr als die Hälfte aller Angriffe auf queere Personen im öffentlichen Raum stattfindet, wird die Stadt die Polizeistreifen in Verkehrs-knotenpunkten verstärken und Notrufstationen in Parks einrichten. Zudem sollen bessere Beleuchtung und Infrastruktur die Gelegenheiten für Straftaten verringern.

Entwickelt mit Beiträgen von über 400 Beteiligten, führt der Plan verpflichtende Sensibilisierungsschulungen für Polizei- und Sicherheitskräfte ein. Eine spezielle Einheit wird künftig queerfeindliche Hetze im Internet überwachen und bekämpfen. Schulen müssen in Neubauten geschlechterneutrale Toiletten und Duschen einrichten, während jeder Bezirk Beratungsstellen gegen Diskriminierung schaffen soll.

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Allein 2023 registrierte Berlin 588 queerfeindliche Straftaten, darunter 127 gewalttätige Übergriffe. Die Strategie sieht zudem einen besseren Schutz bei öffentlichen Veranstaltungen vor und gestaltet besonders gefährdete Bereiche um, um sie für queere Bewohner:innen und Besucher:innen sicherer zu machen.

Ziel der Maßnahmen ist es, ein inklusiveres Umfeld für Berlins queere Community zu schaffen. Erweitert werden der Schutz in öffentlichen Räumen, die Qualifizierung von Behördenmitarbeitenden und die Unterstützung auf Bezirksebene. Stadtvertreter:innen betonen, Berlin solle so zu einem sichereren und willkommeneren Ort für alle werden.

Quelle