Berliner Verwaltungsgericht kämpft 2025 mit Rekordzahl an Verfahren und Rückstau
Greta SchneiderSignifikant mehr Fälle für Verwaltungsgerichte - Berliner Verwaltungsgericht kämpft 2025 mit Rekordzahl an Verfahren und Rückstau
Berliner Verwaltungsgericht verzeichnete 2025 deutlichen Anstieg der Verfahren
Im Jahr 2025 sah sich das Berliner Verwaltungsgericht mit einem starken Anstieg der Fallzahlen konfrontiert. Die Neuanmeldungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 20 Prozent, während die Anzahl der anhängigen Verfahren um 24 Prozent zunahm. Durch diesen Anstieg erreichte die Gesamtzahl der Klagen und Eilanträge bis Jahresende fast 28.700.
Der erhöhte Arbeitsaufwand war vor allem auf Asylverfahren und aufenthaltsrechtliche Streitigkeiten zurückzuführen. Allein diese beiden Bereiche machten 2025 einen erheblichen Teil der Richterarbeit aus. Bis Dezember hatte sich der Stau ungelöster Fälle auf über 25.000 erhöht.
Dr. Benjamin Grimm, Brandenburgs Justizminister, stand in dieser Zeit dem Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg vor. Zu seinen Zuständigkeiten zählten auch die Berliner Verwaltungsgerichte, die er im März und Dezember 2025 offiziell besuchte. Die steigenden Zahlen spiegelten einen generellen Druck auf das Justizsystem wider, da immer mehr Bürgerinnen, Bürger und Organisationen gerichtliche Klärungen suchten.
Die Gerichtsstatistiken für 2025 unterstreichen die wachsende Nachfrage nach verwaltungsgerichtlichem Rechtsschutz in Berlin. Mit über 25.000 anhängigen Verfahren und kontinuierlich steigenden Neuanmeldungen geriet das System zunehmend unter Spannung. Die Behörden stehen nun vor der Aufgabe, den Rückstau abzubauen – besonders angesichts der weiter wachsenden Zahl an Streitfällen.
