29 June 2026, 10:05

Bistum Mainz verzeichnet 87 Millionen Euro Überschuss durch buchhalterische Tricks

Trotz Krise: Bistum Mainz erzielt Millionen-Euro-Gewinn

Bistum Mainz verzeichnet 87 Millionen Euro Überschuss durch buchhalterische Tricks

Das Bistum Mainz verzeichnet für das Haushaltsjahr 2025 einen deutlichen Überschuss von 87 Millionen Euro. Dieser unerwartete Finanzzuwachs ist vor allem auf eine einmalige buchhalterische Anpassung in Höhe von 61,5 Millionen Euro zurückzuführen. Das Bistum will diese Chance nun nutzen, um seine finanzielle Zukunft abzusichern.

Der Überschuss entstand durch die Auflösung von Rückstellungen für Pensionen und Sozialleistungen, die 61,5 Millionen Euro einbrachten. Die Kirchensteuer blieb mit 224,7 Millionen Euro im Jahr 2025 die wichtigste Einnahmequelle des Bistums. Für 2026 wird ein leichter Anstieg der Kirchensteuereinnahmen auf 225,7 Millionen Euro erwartet, der jedoch hauptsächlich auf höhere Kapitalertragssteuern zurückzuführen ist.

Trotz des Einnahmenwachstums belasten Inflation und steigende Kosten weiterhin den Haushalt. Zudem warnt das Bistum vor einem langfristigen Rückgang der Kirchensteuereinnahmen aufgrund demografischer Veränderungen und austretender Mitglieder. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, wurde eine Konsolidierungsstrategie für das kommende Jahrzehnt erarbeitet. Dazu gehören die Konzentration auf Kernaufgaben, der Abbau von Dienstleistungen, der Verkauf von Immobilien und die Senkung der Fixkosten.

Der Überschuss wurde bereits den Rücklagen zugeführt, wobei rund 85 Millionen Euro reserviert wurden. Durch die alternde Belegschaft werden sich die Personalausgaben voraussichtlich auf natürliche Weise verringern, was eine gewisse finanzielle Entlastung bringt.

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Das Bistum plant, den unerwarteten Finanzzuwachs zu nutzen, um die Rücklagen zu stärken und eine verantwortungsvolle Haushaltsführung zu gewährleisten. Im Mittelpunkt steht die langfristige Stabilität durch Kostensenkungen und strategische Veräußerungen. Diese Maßnahmen sollen den erwarteten Einnahmerückgang und steigende Ausgaben in den kommenden Jahren ausgleichen.

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