05 April 2026, 00:09

Brandenburg revolutioniert Einzelhandel mit personalfreien 24-Stunden-Supermärkten

Ein belebter Markt im alten Stadtkern von Heidelberg mit Menschen, die spazieren gehen, auf Bänken sitzen und in der Nähe von Zelten stehen, umgeben von Gemüsekörben, Gebäuden, Bäumen und einem klaren blauen Himmel.

Brandenburg revolutioniert Einzelhandel mit personalfreien 24-Stunden-Supermärkten

Brandenburg wird erstes Bundesland mit vollautomatischen, personalfreien Supermärkten

Die SPD/CDU-Koalitionsregierung in Brandenburg hat den Weg für rund um die Uhr geöffnete, vollautomatische Mini-Supermärkte freigemacht. Mit einer Änderung des Ladenschlussgesetzes sollen diese "Smart Stores" ohne Personal vor Ort betrieben werden dürfen – ein Novum in Deutschland. Laut Regierung soll das Modell vor allem ländliche Regionen stärken, in denen klassische Läden zunehmend verschwinden.

Das geplante Gesetz ermöglicht es, dass die automatisierten Geschäfte 24 Stunden am Tag geöffnet bleiben – auch sonntags und an Feiertagen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Supermärkten benötigen sie kein Verkaufspersonal. Die Landesregierung sieht darin eine Chance, die Versorgungslücken in strukturschwachen Gebieten zu schließen, wo viele Filialen bereits dichtgemacht haben oder um ihr Überleben kämpfen.

Sozialminister René Wilke (SPD) unterstützt den Vorstoß nachdrücklich: Die automatisierten Läden würden die Grundversorgung sichern und die Lebensqualität in Brandenburg spürbar verbessern, besonders in abgelegenen Dörfern und Kleinstädten. Bevor die Neuregelung in Kraft treten kann, muss sie jedoch noch vom Landtag abgesegnet werden.

Befürworter argumentieren, dass die Reform den Einkauf in unterversorgten Regionen deutlich erleichtern werde. Bisher schränken die klassischen Ladenschlussregeln die Öffnungszeiten stark ein – die neuen Bestimmungen würden diese Grenzen für vollautomatisierte Geschäfte aufheben.

Sollte der Landtag zustimmen, könnten die Smart Stores in Brandenburg künftig durchgehend betrieben werden. Die Regierung erhofft sich davon vor allem eine bessere Versorgung mit Lebensmitteln in entlegenen Gemeinden. Die endgültige Entscheidung fällt nun in der anstehenden Debatte des Parlaments.

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