Brandenburger Grundschule tritt trotz Elternprotest "Schule ohne Rassismus" bei
Ella WagnerBrandenburger Grundschule tritt trotz Elternprotest "Schule ohne Rassismus" bei
Die Grundschule Bestensee in Brandenburg wird demnächst dem Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ beitreten. Der Beschluss erfolgte nach einer deutlichen Abstimmung: 78 Prozent der teilnehmenden Mitglieder stimmten für den Beitritt, bei einer Wahlbeteiligung von 92 Prozent.
Der Plan der Schule, dem Netzwerk beizutreten, stieß jedoch auf Widerstand einer Elterninitiative. Die von einem AfD-Mitglied angeführte Gruppe warf dem „Courage-Netzwerk“ vor, die Neutralitätspflicht zu verletzen und linken Einfluss im Unterricht zu fördern. Die Schule und die Bildungsbehörde verteidigten hingegen ihre Position und beriefen sich dabei auf den Beutelsbacher Konsens als Rechtfertigung für die Zusammenarbeit.
Mittlerweile hat die Initiatorin der Elterninitiative rechtliche Schritte eingeleitet. Vor dem Verwaltungsgericht Cottbus wurde Klage eingereicht, um die Bildungsbehörde per Urteil zu verpflichten, einen Antrag auf aufsichtsrechtliches Einschreiten gegen die Kooperation der Schule mit dem Netzwerk zu prüfen.
Brandenburgs Bildungsminister Gordon Hoffmann besuchte die Schule, um seine Unterstützung für die Initiative zu bekunden. Seine Anwesenheit signalisierte Zustimmung zum Beschluss der Schule, sich dem Netzwerk anzuschließen.
Die Schule wird nun ihre Mitgliedschaft im Netzwerk umsetzen. Das gerichtliche Verfahren läuft noch – eine Entscheidung steht aus. Das Urteil wird zeigen, ob die Bildungsbehörde ihre Haltung zur Beteiligung der Schule überdenken muss.






