Bremen fordert mehr Bundespolizisten und schärfere Bahn-Sicherheit nach 3.200 Angriffen
Ella WagnerBremen fordert mehr Bundespolizisten und schärfere Bahn-Sicherheit nach 3.200 Angriffen
Bremen drängt auf strengere Sicherheitsmaßnahmen im deutschen Schienennetz
Die Hansestadt fordert mehr Bundespolizisten, Echtzeit-Videoüberwachung und härtere Strafen für Angriffe auf Beschäftigte im Verkehrssektor. Hintergrund sind über 3.200 registrierte Übergriffe auf Mitarbeiter im vergangenen Jahr bundesweit.
Bremen begrüßt zwar einen gemeinsamen Aktionsplan zur Verbesserung der Bahnsicherheit, besteht aber auf klaren Zuständigkeiten. Die Stadtverantwortlichen betonen, dass Kameras und digitale Tickets allein das Problem nicht lösen werden. Özlem Ünsal, Bremens Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung, lehnt rein technische Lösungen ab und pocht stattdessen auf mehr Personal in Zügen und an Bahnhöfen.
Darüber hinaus fordert Bremen einen flexiblen, risikobasierten Einsatz von Sicherheitsteams. Die Stadt verlangt gesicherte Finanzmittel für zusätzliche Zugbegleiter und Sicherheitskräfte. Ein weiterer zentraler Punkt ist ein bundesweites Verbot von Waffen und Messern in allen Bahnanlagen.
Um die Reaktionszeiten zu verkürzen, beantragt Bremen für die Bundespolizei Echtzeit-Zugriff auf die Videoaufzeichnungen in den Zügen. Dies soll Beamten ermöglichen, schneller auf Vorfälle zu reagieren. Gleichzeitig wird auf strengere Bestrafungen für Täter gedrängt, die Verkehrsmitarbeiter angreifen.
Die Vorschläge zielen darauf ab, Gewalt zu reduzieren und die Sicherheit für Personal wie Fahrgäste zu erhöhen. Bei Umsetzung würden die Maßnahmen die Polizeipräsenz stärken, die Überwachung verbessern und härtere Konsequenzen für Straftäter durchsetzen. Bremens Forderungen spiegeln die wachsende Sorge um die Sicherheit im deutschen Schienennetz wider.






