Hamburg und Bremen kämpfen im "Nordderby" um mehr Grün statt Beton
Greta SchneiderHamburg und Bremen kämpfen im "Nordderby" um mehr Grün statt Beton
Hamburg und Bremen liefern sich ein neues Umwelt-Duell: Beton gegen Grünflächen
Im Rahmen des Wettbewerbs "Entsiegelt das Nordderby", den das Hamburger Umweltministerium ins Leben gerufen hat, messen sich beide Städte darin, bis Ende 2026 möglichst viel Asphalt und Pflasterflächen zurückzubauen. Erstmals beteiligt sich dabei auch Bremen an der Initiative – und verleiht dem bundesweiten Vorhaben damit eine zusätzliche Wettbewerbsdynamik.
Der Wettbewerb ist Teil der "Oberliga" innerhalb der größeren "Entsiegelungs-Challenge" Deutschlands. Das klare Ziel: Pro Kopf sollen versiegelte Flächen abgebaut und durch wasserdurchlässige, begrünte Böden ersetzt werden. Hamburg hat bereits Fortschritte vorzuweisen – allein im vergangenen Jahr wurden über 5.400 Quadratmeter entsiegelt.
Katharina Fegebank, Hamburger Senatorin für Umwelt, Klima, Energie und Landwirtschaft, betonte die Vorteile des Tauschs von grauer Betonfläche gegen grüne Oasen. "Jede Stadt profitiert von mehr Natur" – sei es durch bessere Versickerung von Regenwasser, kühlere Temperaturen im Sommer oder eine gestärkte Artenvielfalt, so Fegebank.
Mitmachen können sowohl Bürgerinnen und Bürger als auch Organisationen beider Städte. Wer bis zum Stichtag am 31. Oktober 2026 versiegelte Flächen entfernt, kann seine Beiträge bei der Bremer Kampagne "Bremen entsiegelt! – Wettbewerb für eine grünere Stadt" einreichen. Hamburg wiederum will seinen Konkurrenten übertrumpfen, indem es pro Einwohner mehr Fläche entsiegelt – und das im gleichen Zeitraum.
Bis Oktober 2026 läuft der Wettstreit zwischen den beiden Hansestädten. Beide werden ihre Fortschritte bei der Entsiegelung und der Schaffung neuer Grünflächen dokumentieren. Am Ende wird sich zeigen, wie viel Beton tatsächlich durch Natur ersetzt wurde – und welche Stadt beim Rennen um eine grünere urbanen Zukunft die Nase vorn hat.






