Lausitzer messen sich im Weihnachtsbaumwerfen - Cottbus wirft Weihnachtsbäume für Gemeinschaft und Rekordweiten
Jedes Jahr im Januar veranstaltet Cottbus in der Lausitz einen ungewöhnlichen Wettbewerb, um das neue Jahr zu begrüßen. Anwohner versammeln sich, um ihre ausgedienten Weihnachtsbäume so weit wie möglich zu werfen – und machen aus der alljährlichen Aufräumaktion ein lebendiges Spektakel. Auch in diesem Jahr lockte das Event wieder Scharen von Teilnehmern, die ihre Kraft und Geschicklichkeit unter Beweis stellen wollten.
Organisiert wird der Wettbewerb von örtlichen Freiwilligen Feuerwehren, darunter die Freiwillige Feuerwehr Ströbitz und die Feuerwehr Sielow. Ihre Teams kümmern sich um den Aufbau, sorgen für Sicherheit und messen die Würfe millimetergenau. Dabei gelten strenge Regeln: Männer werfen zwei Meter hohe Bäume mit einem Gewicht von 15 Kilogramm, während Frauen mit 1,80 Meter hohen und zehn Kilogramm schweren Bäumen antreten.
Die Teilnehmer schleudern die Bäume wie Speere, um möglichst weite Distanzen zu erreichen. In diesem Jahr flogen die besten Würfe der Männer etwa acht Meter weit, die der Frauen rund fünf Meter. Die Technik erfordert einen festen Griff am Stamm und einen schwungvollen, kontrollierten Wurf. Doch der Wettbewerb hat noch einen tieferen Sinn: Er stärkt nach der Weihnachtszeit den Gemeinschaftsgeist. Familien, Freunde und Nachbarn kommen zusammen, feuern die Werfer an, lachen gemeinsam und starten mit einer gemeinsamen Aktivität ins neue Jahr.
Am Ende werden die Sieger für ihre Kraft und Präzision gefeiert. Die ausgedienten Bäume, einst Teil der festlichen Dekoration, finden so noch einmal einen sinnvollen Einsatz – als Verbindung zwischen den Menschen. Die Organisatoren blicken bereits auf die nächste Auflage und wollen die Tradition für die Cottbuser auch künftig lebendig halten.
