19 June 2026, 04:04

Deutschland fehlen bis 2026 1,4 Millionen Wohnungen – doch die Lösungen sind umstritten

Nein, Deutschland hat nicht 233 Millionen Euro für sozialen Wohnungsbau in der Ukraine versprochen

Deutschland fehlen bis 2026 1,4 Millionen Wohnungen – doch die Lösungen sind umstritten

Deutschland steht vor einer immer größer werdenden Knappheit an bezahlbarem Wohnraum – bis 2026 werden 1,4 Millionen Wohnungen fehlen. Zwischen 2020 und 2024 verloren über 107.000 Sozialwohnungen ihren preisgebundenen Status. Die Regierung rechnet nun damit, dass jährlich rund 55.000 weitere hinzukommen.

Mitte April unterzeichneten Deutschland und die Ukraine ein strategisches Partnerschaftsabkommen. Ein Paket in Höhe von 233 Millionen Euro wurde für verschiedene Projekte bereitgestellt, darunter industrielle Zusammenarbeit, Energieresilienz und Maßnahmen gegen Korruption. Lediglich 25 Millionen Euro dieses Betrags sind für den sozialen Wohnungsbau in der Ukraine vorgesehen.

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In Deutschland selbst kündigte Bundesbauministerin Verena Hubertz einen 23,5-Milliarden-Euro-Plan bis 2029 an, um dem Rückgang bezahlbaren Wohnraums entgegenzuwirken. Die Politik setzt dabei verstärkt auf Subventionen für einkommensschwache Mieter:innen statt auf direkte Investitionen in den sozialen Wohnungsbau. Gleichzeitig wird das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung in den kommenden Monaten die Kooperationsprojekte finalisieren.

Die Wohnungsnot in Deutschland bleibt dramatisch, mit einem jährlichen Verlust an preisgebundenen Mietwohnungen. Die neuen Fördermittel der Regierung sollen die Lage stabilisieren, doch der Mangel besteht fort. Das 233-Millionen-Euro-Paket für die Ukraine umfasst nur begrenzte Unterstützung für den sozialen Wohnungsbau dort.

Quelle