04 May 2026, 00:11

Doppelhaushalt 2027/2028: Steuererhöhungen, Bildungsmillionen und neue Sozialregeln

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Doppelhaushalt 2027/2028: Steuererhöhungen, Bildungsmillionen und neue Sozialregeln

Die Bundesregierung hat die zentralen Eckpunkte des Doppelhaushalts für 2027/2028 finalisiert. Der Plan umfasst Steueranpassungen, Bildungsinvestitionen und Änderungen bei den Sozialabgaben. Nach Angaben von Regierungsvertretern zielen die Maßnahmen darauf ab, wirtschaftliche Entlastungen mit langfristiger Tragfähigkeit in Einklang zu bringen.

Der neue Haushalt sieht Konsolidierungsmaßnahmen in Höhe von rund 1,5 Milliarden Euro für 2027 und 2,5 Milliarden Euro für 2028 vor. Unternehmen mit Gewinnen von über einer Million Euro werden höhere Körperschaftsteuern zahlen müssen. Dennoch wird die Nettoentlastung für die Wirtschaft auf etwa 500 Millionen Euro geschätzt.

Die Arbeitgeberbeiträge zum Familienlastenausgleichsfonds (FLAF) sinken um mindestens einen Prozentpunkt. Diese Senkung, die rund zwei Milliarden Euro umfasst, gleicht einen Teil der gestiegenen Kosten aus. Gleichzeitig müssen nun auch Arbeitnehmer ab 60 Jahren in den FLAF einzahlen.

Der Bildungsbereich erhält zusätzliche Mittel – 130 Millionen Euro im Jahr 2027 und 210 Millionen Euro im Jahr 2028. Ab Herbst 2027 wird ein zweites verpflichtendes Kindergartenjahr eingeführt. Gleichzeitig wurden die direkten Subventionen seit 2026 bereits um 23 Prozent gekürzt und damit auf das Niveau von 2019 zurückgeführt.

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Sozialministerin Korinna Schumann muss bis zum Sommer 2027 den ersten Bericht zum Tragfähigkeitsmechanismus des Haushalts vorlegen.

Der Doppelhaushalt kombiniert Steuererhöhungen, Änderungen bei den Sozialabgaben und Ausgaben für Bildung. Während Unternehmen sowohl höhere Steuern als auch teilweise Entlastungen erwarten, müssen ältere Arbeitnehmer neu in den FLAF einzahlen. Zu den nächsten Schritten der Regierung gehört die Überprüfung der Nachhaltigkeit dieser Maßnahmen anhand des anstehenden Berichts von Schumann.

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