Drei Brüder revolutionieren die Hofnachfolge mit geteilter Führung
Drei Brüder in Niedersachsen gehen einen ungewöhnlichen Weg, um den Familienbetrieb zu führen. Lasse, Malte und Jan Ole Oestmann bereiten sich darauf vor, den Hof in Rethen gemeinsam zu übernehmen. Ihr Modell der geteilten Führung ist in der Landwirtschaft selten, wo meist ein einzelner Nachfolger den Betrieb übernimmt.
Der Oestmann-Hof bewirtschaftet rund 650 Hektar Ackerland und hält 5.000 Mastschweine. Zudem betreibt er eine 1,8-Megawatt-Biogasanlage – ein großer und vielseitiger Betrieb. Statt dass ein Bruder die Führung übernimmt, werden alle drei den Hof gemeinsam leiten.
Jeder der Brüder hat Verantwortung für einen eigenen Kernbereich des Betriebs übernommen. Diese Arbeitsteilung verteilt die Belastung und sichert Fachwissen in jedem Sektor. Doch die Zusammenarbeit zu dritt erfordert starke Abstimmung, Vertrauen und klar definierte Regeln.
Die Brüder sind überzeugt, dass die Verteilung der Verantwortung auf drei Schultern den Hof widerstandsfähiger macht. Ihr Ansatz stellt das traditionelle Modell des Einzelnachfolgers in der Landwirtschaft infrage.
In den kommenden Jahren werden die Oestmann-Brüder den Hof offiziell übernehmen. Ihre gemeinsame Führungsstruktur könnte familiengeführten Agrarbetrieben einen neuen Weg aufzeigen. Durch die Aufteilung der Aufgaben und die Teamarbeit wollen sie die Zukunft des Hofs sichern.






