Drogenkonsum in Europa 2025: Kokain und Ketamin im Aufwind, Cannabis bleibt stabil
Greta SchneiderDrogenkonsum in Europa 2025: Kokain und Ketamin im Aufwind, Cannabis bleibt stabil
Eine neue Studie hat Abwasser aus 115 europäischen Städten analysiert, um den Drogenkonsum im Jahr 2025 zu erfassen. Die Ergebnisse zeigen Verschiebungen in den Konsumgewohnheiten: Während der Gebrauch einiger Substanzen zunimmt, bleibt er bei anderen stabil. Der Cannabiskonsum blieb konstant, doch Kokain und Ketamin verzeichneten einen Anstieg auf dem gesamten Kontinent.
Der aktuelle Bericht der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EMCDDA) konzentrierte sich auf 61 Städte, in denen der Cannabiskonsum über den THC-COOH-Gehalt im Abwasser gemessen wurde. An der Spitze stand Genf, gefolgt von Amsterdam und Erfurt. Deutsche Städte waren ebenfalls stark vertreten: Berlin belegte mit 172 Milligramm pro 1.000 Einwohner täglich den vierten Platz. Frankfurt folgte auf Rang neun mit etwa 150 Milligramm, während Mainz mit 130,6 Milligramm den 15. Platz einnahm.
Insgesamt blieb der Cannabiskonsum im Vergleich zum Vorjahr stabil. Die höchsten Konzentrationen wurden in Städten der Niederlande, Deutschlands und Sloweniens gemessen.
Neben Cannabis verzeichnete die Studie einen kontinentweiten Anstieg beim Konsum von Kokain und Ketamin. MDMA hingegen ging zurück. Bei Amphetamin und Methamphetamin gab es kaum Veränderungen.
Die Abwasseranalyse liefert ein klares Bild der Drogenentwicklungen in Europa: Während der Cannabiskonsum unverändert blieb, wurden Stimulanzien wie Kokain und Ketamin häufiger genutzt. Die Daten helfen Behörden, Veränderungen im Substanzkonsum großer Städte zu überwachen.






