01 April 2026, 00:32

Thüringer AfD wehrt sich gegen Vetternwirtschaft-Vorwürfe – doch Zweifel bleiben

Ein deutscher Propagandaplakat für die NSDAP mit zwei Männern auf einem Sofa, mit Textinformationen über die Partei.

Thüringer AfD-Fraktion: Keine Anstellung von Familienmitgliedern - Thüringer AfD wehrt sich gegen Vetternwirtschaft-Vorwürfe – doch Zweifel bleiben

Die Thüringer AfD-Fraktion weist Vorwürfe der Vetternwirtschaft in ihren Reihen zurück. Die Partei betont, dass keine Angehörigen von Politikern in ihren Landesbüros beschäftigt seien. Dennoch bleiben Fragen zur Kontrolle und den Personalrekrutierungsproblemen der Alternative für Deutschland (AfD) offen.

Daniel Haseloff, ein führender Vertreter der Thüringer AfD, erklärte, es gebe keine Fälle von Vetternwirtschaft innerhalb der Landtagsfraktion. Er räumte jedoch ein, dass er keinen direkten Einfluss auf die Mitarbeiter habe, die in den Wahlkreisbüros der Abgeordneten eingestellt werden. Diese Aussage erfolgt vor dem Hintergrund von Berichten aus anderen Bundesländern, in denen ähnliche Praktiken innerhalb der AfD aufgedeckt wurden.

Die Thüringer AfD sieht sich zudem mit generellen Schwierigkeiten bei der Personalgewinnung konfrontiert. Potenzielle Bewerber zögerten demnach aufgrund von Bedenken hinsichtlich ihrer beruflichen Zukunft. Gleichzeitig hat die Partei nicht offenbart, wie viele ihrer Landtagsabgeordneten derzeit Mitarbeiter in ihren Wahlkreisbüros beschäftigen. Unklar bleibt auch, welche Qualifikationen oder beruflichen Hintergründe diese Angestellten mitbringen.

Untersuchungen in anderen Regionen haben kürzlich Fälle ans Licht gebracht, in denen AfD-Politiker Familienmitglieder oder enge Vertraute eingestellt hatten. Die Thüringer AfD lehnt jeden Vergleich mit solchen Praktiken entschieden ab.

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Die Partei in Thüringen beharrt darauf, keine Vetternwirtschaft zu betreiben. Doch Lücken in der Aufsicht und anhaltende Rekrutierungsschwierigkeiten bleiben bestehen. Ohne transparentere Daten zu den Personalpraktiken könnten Zweifel an der Glaubwürdigkeit der AfD weiter bestehen.

AKTUALISIERUNG —

New Cases and Evolving Stance: Thüringer AfD Faces Nepotism Challenges

Recent findings contradict the Thüringer AfD's denial of family employment ties. Key developments include:

  • Vivien Rottstedt, a city council member, employs her mother in the same Erfurt office.
  • Björn Höcke acknowledged the issue on X, stating: "We can only fail at ourselves."
  • Stefan Möller admitted such legal family roles harm the party's credibility.