Hertha BSC siegt in letzter Minute – VAR-Chaos und ein dramatischer 2:1-Erfolg gegen Münster
Matteo WolfVideo-Beweis ohne Bildschirm: Hertha gewinnt in Münster - Hertha BSC siegt in letzter Minute – VAR-Chaos und ein dramatischer 2:1-Erfolg gegen Münster
Hertha BSC sichert sich mit 2:1 einen dramatischen Sieg gegen Preußen Münster
In einem packenden Zweitliga-Duell am 8. März 2026 setzte sich Hertha BSC mit 2:1 gegen Preußen Münster durch – ein Erfolg, der von einer chaotischen VAR-Szene und einem Last-Minute-Treffer von Marten Winkler geprägt war. Vor der Partie hatte die Berliner Mannschaft eine Serie von acht spielen ohne Niederlage vorzuweisen, die sie auf Platz zwei der Tabelle katapultiert und in Reichweite des Aufstiegs gebracht hatte.
Die Gäste aus der Hauptstadt gingen mit starkem Selbstvertrauen in die Begegnung, nachdem sie in der Vorwoche den 1. FC Nürnberg mit 2:1 besiegt hatten. Doch zunächst taten sie sich schwer, die Münstersche Abwehr zu knacken. Trotz Ballbesitz-Dominanz blieben klare Torchancen Mangelware – bis zu einem umstrittenen Moment kurz vor der Halbzeitpause.
Nach einer VAR-Überprüfung, die durch zwei maskierte Eindringlinge unterbrochen wurde, die den Monitor abklemmten und für Verzögerungen sorgten, erhielt Hertha einen Elfmeter zugesprochen. Fabian Reese verwandelte in der 45.+4 Minute eiskalt und brachte seine Mannschaft in Führung. Doch Münster reagierte prompt: Nur eine Minute nach dem Wiederanpfiff glich Jannis Heuer aus.
Im Verlauf der zweiten Halbzeit gewannen die Gäste zunehmend an Selbstbewusstsein, während Hertha Mühe hatte, das spiel wieder unter Kontrolle zu bringen. Als sich bereits alles nach einem Remis anließ, traf Winkler in der 90.+3 Minute zum vielumjubelten Siegtreffer – und sicherte seiner Mannschaft damit alle drei Punkte.
Vor dem Spiel hatte Trainer Stefan Leitl sein Saisonziel von einem direkten Aufstieg auf einen sechsten Tabellenplatz korrigiert. Sein Team lag zwar auf Platz zwei, doch die letzte Niederlage in einer Serie von acht ungeschlagenen spielen – sechs Siege, zwei Unentschieden – hatte die Erwartungen gedämpft. Leitls Taktik setzte auf hohes Pressing, Rotation im Kader und Kontinuität, doch jüngere Rückschläge hatten die Ambitionen gebremst.
Der späte Siegtreffer hält Hertha BSC im 1001 spielen, auch wenn die angepassten Ziele nun eher auf einen Platz im Mittelfeld der Tabelle hindeuten. Winklers Tor in der Nachspielzeit sorgt für wichtigen Schwung, doch die VAR-Panne und Münsters kämpferische Leistung machten den Erfolg schwerer als erwartet. Mit noch zehn ausstehenden spielen muss Leitls Team wieder an die früheren Leistungen anknüpfen, um selbst die revidierten Ziele zu erreichen.
