Thüringen kämpft um Milliardenaufträge aus Europas Rüstungsboom

Greta Schneider
Greta Schneider
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Ein militärisches Fahrzeug ist auf dem Deck eines Flugzeugträgers positioniert, mit einem Drohnenflug darüber; die Szene ist gegen einen bewölkten Himmel und sichtbares Wasser im Hintergrund gesetzt.Greta Schneider

Wirtschaftsministerin sieht Chancen in Drohnenabwehr und KI - Thüringen kämpft um Milliardenaufträge aus Europas Rüstungsboom

Thüringen positioniert sich als zentraler Standort für Europas wachsende Rüstungsindustrie. Wie das Wirtschaftsministerium des Landes mitteilt, laufen derzeit Gespräche mit Hunderten potenzieller Investoren, um Aufträge im Milliardenbereich zu sichern. Behördenvertreter sehen für lokale Unternehmen die Chance, ihre Produktion auf Militärtechnik umzustellen – angesichts der steigenden Nachfrage in ganz Europa.

Deutschland und Europa werden in den kommenden Jahren Dutzende Milliarden in militärische Ausrüstung investieren. Thüringens Wirtschaftsministerin Colette Boos-John ist überzeugt, dass diese Investitionsoffensive der regionalen Wirtschaft zugutekommen könnte. Die Möglichkeiten reichen von Metall- und Elektrokomponenten bis hin zu hochkomplexen Systemen wie Drohnenabwehr oder KI-gestützter Schutz kritischer Infrastruktur.

Einige Thüringer Unternehmen sind in diesen Bereichen bereits aktiv. So hat sich ein lokaler Softwareentwickler auf Technologien zur Drohnenabwehr spezialisiert. Gleichzeitig könnten Zulieferer aus der Automobilbranche des Landes ihre hochautomatisierten Produktionslinien für Rüstungsaufträge umwidmen.

Laut Wirtschaftsministerium werden derzeit mit rund 370 potenziellen Investoren Verhandlungen geführt. Davon befinden sich 66 Projekte in fortgeschrittenem Stadium. Thüringen steht zudem auf der engeren Auswahl für mehrere internationale Rüstungsinvestitionen. Bisher hat jedoch noch kein großer Rüstungskonzern öffentlich Pläne für den Bau von Werken im Land bestätigt – Stand Februar 2026.

Obwohl Thüringen im Rennen bleibt, prüfen einige Unternehmen Alternativen in anderen europäischen Ländern. Polen, Tschechien und Rumänien gelten aufgrund niedrigerer Kosten und schnellerer Genehmigungsverfahren als attraktiv. Konkrete Standorte wurden jedoch noch nirgends genannt.

Thüringens Bemühungen, Rüstungsinvestitionen anzuziehen, gehen indes weiter – mit Fortschritten auf mehreren Ebenen. Die bestehende industrielle Basis und das technische Know-how des Landes könnten helfen, in diesem rasant wachsenden Sektor Aufträge zu sichern. Noch allerdings ist die Konkurrenz aus anderen europäischen Regionen stark, und endgültige Entscheidungen über Produktionsstandorte stehen weiterhin aus.

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