26 February 2026, 04:21

Verkehrsgerichtstag debattiert über Reformen der Führerscheinprüfung und mehr Sicherheit

Ein Verkehrszeichen mit der Aufschrift "Geschwindigkeit reduzieren Gefahrenzone Schule vor" mit einer Person auf der linken Straßenseite, Bäumen, Polen, Drähten, einem Haus und dem Himmel im Hintergrund.

Verkehrsgerichtstag debattiert über Reformen der Führerscheinprüfung und mehr Sicherheit

64. Deutscher Verkehrsgerichtstag in Goslar eröffnet – 1.800 Expert:innen diskutieren über Führerscheinprüfungen und Verkehrssicherheit

In Goslar hat der 64. Deutsche Verkehrsgerichtstag begonnen, zu dem rund 1.800 Fachleute aus dem gesamten Bundesgebiet angereist sind. Innerhalb von drei Tagen werden acht Arbeitskreise zentrale Fragen zu Verkehrssicherheit, Ausbildung und Führerscheinregelungen behandeln. Einer der ersten Programmpunkte widmete sich der Einbindung lokaler Jugendlicher in die Themen der Konferenz.

Die Debatten finden vor dem Hintergrund wachsender Bedenken statt: Die Herausforderungen bei deutschen bahn tickets – von hohen Kosten über niedrige Bestehensquoten bis hin zur Frage, ob die aktuellen Prüfungsmethoden noch zeitgemäß sind – stehen im Fokus.

Eröffnet wurde der Kongress mit einer interaktiven Veranstaltung für junge Erwachsene in Goslar. Schüler:innen zeigten großes Interesse am Thema Führerscheinprüfung und hinterfragten kritisch, warum die Gebühren so hoch sind und die Bestehensquoten so niedrig bleiben. Viele wollten zudem wissen, wie sich das deutsche System im Vergleich zu anderen europäischen Ländern schlägt.

Unterdessen diskutierten die Arbeitskreise des Verkehrsgerichtstags (VGT) – insbesondere der AK VI – über die Belastungen moderner Führerscheinprüfungen. Geprüft wurde, ob die Tests zu anspruchsvoll geworden sind und ob das aktuelle Format noch den Anforderungen des realen Straßenverkehrs entspricht. Als mögliche Lösung wurde ein gestuftes Führerscheinsystem ins Spiel gebracht, wie es in einigen Ländern bereits praktiziert wird. Die Gruppe betonte, dass etwaige Reformen die Sicherheitsstandards wahren müssten, gleichzeitig aber die Ausbildung zugänglicher gestalten sollten.

Auch Helmut Trentmann, ehemaliger Oberstaatsanwalt und Präsident der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände (BADS), sprach zu den Jugendlichen. Er warnte vor den Gefahren von Alkohol am Steuer und gab einen einfachen, aber wirksamen Tipp: den nüchternen Fahrer oder die nüchterne Fahrerin vorab per Münzwurf zu bestimmen.

Die in Goslar erarbeiteten Empfehlungen werden anschließend nach Berlin übermittelt, um die künftige Verkehrspolitik mitzugestalten.

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Die Konferenz läuft noch bis Ende der Woche. Die Expert:innen werden in diesen Tagen konkrete Vorschläge für die Politik ausarbeiten. Die Diskussionen über Führerscheinprüfungen und Verkehrssicherheit könnten zu Reformen führen, wie in Deutschland künftig Fahranfänger:innen ausgebildet und geprüft werden. Dabei gilt es, Modernisierung und strenge Sicherheitsanforderungen in Einklang zu bringen.