Großstörung der Telematikinfrastruktur legt digitale Gesundheitsdienste lahm
Ella WagnerGroßstörung der Telematikinfrastruktur legt digitale Gesundheitsdienste lahm
Großstörung in Deutschlands Telematikinfrastruktur (TI) am 10. Februar 2026
Am 10. Februar 2026 kam es zu einem schweren Ausfall der deutschen Telematikinfrastruktur (TI), der für Millionen versicherte Patientinnen und Patienten zu erheblichen Beeinträchtigungen führte. Betroffen waren zentrale digitale Gesundheitsdienste, darunter die Einlösung von E-Rezepten sowie der Zugriff auf die elektronische Patientenakte (ePA). Einige Störungen hielten stundenlang an, bevor schrittweise Lösungen umgesetzt wurden.
Die Probleme begannen mit Verbindungsbeschränkungen aufgrund einer Störung bei T-Systems. Gegen 11:00 Uhr war dieser Teil des Ausfalls behoben, sodass E-Rezepte wieder über die elektronische Gesundheitskarte (eGK) eingelöst werden konnten. Gleichzeitig blockierten jedoch separate Fehlfunktionen im Gesundheits-ID-System die Anmeldung für Versicherte der Barmer und der AOK.
Von der Störung der Gesundheits-ID betroffen waren ausschließlich Mitglieder der AOK Hamburg, Hessen, Nordost und Sachsen-Anhalt. Dadurch war der Zugriff auf die E-Rezept-App sowie die App der elektronischen Patientenakte (ePA) nicht möglich. Bis 14:00 Uhr waren die Probleme mit der Gesundheits-ID vollständig behoben.
Der Vorfall reiht sich in frühere, teilweise Ausfälle der TI-Dienste ein, die bereits Anfang der Woche zu vorübergehenden Beeinträchtigungen in Apotheken geführt hatten. Trotz der Störungen blieben die Einlösung von E-Rezepten über die eGK, ausgedruckte Codes und die PIN-Abfrage per App während des gesamten Zeitraums funktionsfähig.
Der Ausfall am 10. Februar legte digitale Gesundheitsdienste stundenlang lahm – insbesondere für AOK- und Barmer-Versicherte in bestimmten Regionen. Zwar blieben die Kernfunktionen der E-Rezepte intakt, doch waren appbasierte Logins und der Zugriff auf Patientenakten zeitweise nicht möglich. Bis zum Nachmittag waren alle Systeme wiederhergestellt, doch der Vorfall unterstreicht die anhaltenden Schwachstellen der TI-Infrastruktur.
