Tarifstreit bei Hamburger Hochbahn: Verdi und Arbeitgeber bleiben hart wie nie
Noch kein Einigung in Lohnstreit bei der HVV - Tarifstreit bei Hamburger Hochbahn: Verdi und Arbeitgeber bleiben hart wie nie
Tarifverhandlungen zwischen Hamburger Hochbahn und Verdi bleiben festgefahren
Die Lohnverhandlungen zwischen der Hamburger Hochbahn und der Gewerkschaft Verdi stecken weiterhin in der Sackgasse. Der Streit hat bereits im Februar zu mehreren Streiks geführt, die den U-Bahn- und Busverkehr in der gesamten Stadt lahmlegten. Da keine Einigung in Sicht ist, könnten weitere Ausfälle drohen.
Das Unternehmen, das über 6.600 Beschäftigte zählt, schlug eine gestaffelte Lohnerhöhung von bis zu 8,1 Prozent vor – verteilt auf 30 Monate. Verdi hingegen fordert eine Erhöhung von 3,4 Prozent oder mindestens 150 Euro mehr im Monat, jedoch bereits innerhalb von nur 12 Monaten.
Ein zentraler Streitpunkt ist die Laufzeit des neuen Tarifvertrags. Die Hamburger Hochbahn strebt eine längere Bindung an, um künftige Konflikte zu vermeiden, während Verdi dies mit Verweis auf die globale wirtschaftliche Unsicherheit ablehnt. Die Gewerkschaft wirft dem Arbeitgeber zudem vor, eine Verkürzung der Arbeitszeit als Teil des Lohnangebots zu tarnen.
Anfang Februar hatte das Unternehmen eine Erhöhung von 2,1 Prozent ab dem 1. Juni 2026 vorgeschlagen, gefolgt von einer weiteren Steigerung um 2,1 Prozent zu einem späteren Zeitpunkt. Verdi wies dies jedoch als unzureichend zurück – es kam zu Warnstreiks. Beide Seiten räumen zwar Fortschritte in den Gesprächen ein, doch ein Durchbruch blieb aus.
Die Verhandlungen werden am 23. März fortgesetzt. Bisher wurden keine weiteren Streiks angekündigt.
Die Pattsituation lässt die Beschäftigten im Hamburger Nahverkehr ohne neuen Tarifvertrag zurück. Scheitern die Gespräche erneut, könnten weitere Betriebsunterbrechungen folgen. Die nächste Verhandlungsrunde ist für später in diesem Monat angesetzt.
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