Zeitarbeit in Thüringen bricht 2025 um fast 16 Prozent ein

Tim Lang
Tim Lang
2 Min.
Ein detaillierter Stadtplan von Wageningen, Deutschland, der Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten zeigt, begleitet von begleitendem Text mit zusätzlichen Informationen.Tim Lang

Zeitarbeit in Thüringen schrumpft - Löhne bleiben niedrig - Zeitarbeit in Thüringen bricht 2025 um fast 16 Prozent ein

Zeitarbeit in Thüringen verzeichnet 2025 spürbaren Rückgang

Die Zahl der Leiharbeiter in Thüringen ist 2025 deutlich gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr ging die Beschäftigtenzahl um fast 16 Prozent zurück und lag im Juni bei nur noch 19.700. Gleichzeitig verringerte sich auch die Anzahl der von Zeitarbeitsfirmen angebotenen Stellen – ein Zeichen für die wirtschaftlichen Verschiebungen in der Region.

Die aktuellen Zahlen zeigen einen kontinuierlichen Rückgang der Zeitarbeit in Thüringen. Bis Juni 2025 schrumpfte der Sektor um 3.700 Beschäftigte, was einem Minus von 15,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Zeitarbeitsagenturen meldeten 2024 rund 5.700 neue Stellen – 500 weniger als noch 2023.

Hinter dem Trend stehen vor allem wirtschaftliche Belastungen. Unternehmen mit nachlassender Nachfrage kürzen oft zuerst bei den Leiharbeitern, bevor sie Stammbelegschaften abbauen. Trotz des Rückgangs bleibt Zeitarbeit in Schlüsselbranchen relevant: 34 Prozent der Einsätze entfallen auf die Logistik, 20 Prozent auf das verarbeitende Gewerbe, insbesondere in Lagerhaltung und Metallverarbeitung.

Auch die Lohnunterschiede zwischen Leiharbeitern und Festangestellten haben sich weiter vergrößert. 2024 lag das mediane Bruttomonatsgehalt von Zeitarbeitern bei etwa 2.300 Euro, während Festangestellte in Vollzeit rund 3.300 Euro verdienten. In den vergangenen fünf Jahren stieg die Lohnungleichheit in Thüringen um 8 bis 12 Prozent – stärker als in westdeutschen Bundesländern wie Bayern (4–7 Prozent), aber vergleichbar mit anderen ostdeutschen Regionen wie Sachsen-Anhalt (9–11 Prozent).

Trotz dieser Entwicklungen machen Leiharbeiter 2025 nur etwa 2 Prozent der Gesamtbeschäftigten in Thüringen aus.

Der Rückgang der Zeitarbeit spiegelt sowohl wirtschaftliche Herausforderungen als auch veränderte Einstellungspraktiken in Thüringen wider. Mit weniger Stellenangeboten und einer schrumpfenden Zahl an Leiharbeitern spielt der Sektor eine immer geringere Rolle auf dem Arbeitsmarkt. Gleichzeitig wächst die Lohnscheere zwischen Zeitarbeitern und Festangestellten – besonders in Ostdeutschland.

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