28 February 2026, 20:04

"Opferpopp 2.0": Wie Halle seine jungen Stimmen im Klubhaus Kluth ehrt

Ein Kinosaal mit Menschen, die herumlaufen, eine Treppe mit Geländer, die zum Eingang führt, ein Textschild auf der linken Seite, Fotorahmen an den Wänden und eine beleuchtete Decke.

"Opferpopp 2.0": Wie Halle seine jungen Stimmen im Klubhaus Kluth ehrt

{"text": ""Opferpopp 2.0" – Ein immersives Theaterprojekt im Thalia Theater Halle\n\nVom 5. bis 22. März 2026 verwandelt die immersive Theaterinstallation "Opferpopp 2.0" das nt-Schaufenster des Thalia Theaters Halle an zwölf Abenden in das "Klubhaus Kluth" – einen hybriden Raum zwischen Ausstellung, Clubatmosphäre und Live-Performance. Das Projekt knüpft an das 2007 uraufgeführte Stück "Opferpopp" an, das jungen Laiendarstellern eine Bühne bot, um ihre Erfahrungen mit Gewalt und Vernachlässigung zu teilen.\n\nDie Neuproduktion ist Teil der Reihe "ERINNERN IST HEIMAT", die sich mit den ungelösten Fragen und sozialen Wunden Halles auseinandersetzt. Explizit richtet sich das Angebot an junge ab 14 Jahren und schafft in einer Stadt, in der öffentliche Freiräume für junge Menschen immer knapper werden, einen Ort der Begegnung.\n\nDie Installation ehrt Alexander Kluth, ein Mitglied des ursprünglichen Ensembles von 2007, der im vergangenen Jahr verstorben ist. Sein Name lebt weiter im temporären "Klubhaus Kluth", wo das Publikum frei erkunden kann: tanzen, in einem digitalen Archiv stöbern, Performances verfolgen oder einfach ins Gespräch kommen – stets im Austausch mit Themen wie Ausgrenzung und Widerstandsfähigkeit.\n\nRegisseur Mirko Borscht und Videokünstler Hannes Hesse haben die Lebenswege der damaligen jungen Darsteller:innen nachgezeichnet. Einige kehren für dieses Projekt zurück, andere wie Kluth sind nicht mehr am Leben. Die Produktion fungiert als "Denkmal für die Ausgelöschten" und rückt vergessene Biografien sowie die langfristigen Folgen von Trauma in den Fokus.\n\nJeder Abend steht unter einem anderen Motto und hinterfragt Klischees über sogenannte "Problemkinder". Statt passiver Rezeption fordert das Format Mitwirkung und Reflexion. Durch die Verbindung von Live-Action mit Archivmaterial stellt sich das Team die Frage: "Was wurde aus denen, die vor fast 20 Jahren ihre Stimme erhoben?"\n\nDie Reihe "ERINNERN IST HEIMAT" nimmt Halle kritisch unter die Lupe und lotet dessen Verpflichtungen und unheilvolle Brüche aus. "Opferpopp 2.0 – Ein Requiem" bildet ihr jüngstes Kapitel – eine Verschmelzung von Kunst und Aktivismus, die speziell für die junge der Stadt konzipiert ist.\n\nDie Installation ist vom 5. bis 22. März 2026 täglich im nt-Schaufenster des Thalia Theaters Halle zu erleben. Sie bietet jungen Menschen eine seltene Gelegenheit, sich mit Geschichten von Überleben und struktureller Vernachlässigung auseinanderzusetzen. Durch Performance, Dialog und Erinnerung sorgt das Projekt dafür, dass die Stimmen, die 2007 erstmals gehört wurden, auch heute noch nachhallen."}

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