Merck KGaA kämpft mit Umsatzrückgang und Generika-Druck in den USA

Tim Lang
Tim Lang
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Ein blauer Hintergrund mit weißer Schrift und einem Logo, das '19 Millionen Amerikaner werden geschätzte 400 USD pro Jahr an Arzneikosten sparen' lautet.Tim Lang

Schwacher Dollar: Merck erwartet Gewinnrückgang - Merck KGaA kämpft mit Umsatzrückgang und Generika-Druck in den USA

Merck KGaA meldet leichten Rückgang bei Umsatz und Gewinnen für 2025 – weitere Herausforderungen in diesem Jahr erwartet

Der Darmstadt Konzerne verzeichnete einen Umsatzrückgang von 0,3 Prozent auf 21,1 Milliarden Euro, während der Nettogewinn um etwa 6 Prozent auf knapp über 2,6 Milliarden Euro sank. Ein schwächerer US-Dollar und zunehmender Wettbewerb in wichtigen Arzneimittelmärkten belasten nun die finanzielle Perspektive des Unternehmens.

In den vergangenen fünf Jahren hatte Merck seine Position im Bereich der Multiplen-Sklerose(MS)-Therapien ausgebaut, insbesondere mit dem Wirkstoff Mavenclad. Bis 2025 hielt das Medikament schätzungsweise 8 bis 10 Prozent des globalen Marktes für schubförmig-remittierende MS – ein Anstieg von 5 Prozent im Jahr 2021. Überzeugende Wirksamkeitsdaten und weniger Rückfälle in Studien halfen dem Unternehmen, zu Konkurrenten wie Novartis und Biogen aufzuschließen; die Umsätze in den USA und der EU stiegen jährlich um 25 Prozent. Doch dieser Fortschritt ist nun gefährdet.

Ab März rechnet Merck mit dem Verlust der US-Umsätze von Mavenclad durch Generika-Konkurrenz. Zudem prognostiziert das Unternehmen einen Rückgang des operativen Ergebnisses (EBIT) vor Sondereffekten und erwartet für das kommende Jahr Werte zwischen 5,5 und 6,0 Milliarden Euro. Für 2026 wird mit einem weiteren Umsatzrückgang gerechnet, der höchstens 20,0 bis 21,1 Milliarden Euro erreichen dürfte. Der schwache US-Dollar – wo Merck etwa ein Viertel seines globalen Umsatzes erwirtschaftet – verschärft den Druck zusätzlich.

Trotz der finanziellen Belastungen wird Merck die Dividende bei 2,20 Euro pro Aktie halten. Unterdessen steht der Abschied der scheidenden Vorstandsvorsitzenden Belén Garijo bevor, die Ende April den Konzern verlässt, um den französischen Pharmakonzern Sanofi zu führen.

Merck steht ein schwieriges Jahr bevor: Generika-Konkurrenten nageln am US-Markt von Mavenclad, und die Währungsrisiken bleiben bestehen. Die Umsatz- und Gewinnprognosen spiegeln diese Herausforderungen wider, doch für Aktionäre ändert sich vorerst nichts an den Dividendenausschüttungen. Mit Garijos Abgang endet eine fünfjährige Phase, in der Merck seine Stellung in der MS-Therapie stärkte – während der Wettbewerb gleichzeitig immer härter wird.

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