Neues Wolfsgebiet in Thüringen bestätigt - Thüringen bekommt siebtes Wolfsrevier – neue Regeln im März erwartet
Deutschland lockert die Regeln zur Wolfsbejagung, nachdem in mehreren Regionen ein Anstieg der Wolfspopulation gemeldet wurde. Der Bundestag hat kürzlich Maßnahmen verabschiedet, die eine einfachere Kontrolle von Wölfen ermöglichen, die Nutztiere bedrohen. In Thüringen haben Behörden nun ein neues Wolfsrevier in der Nähe des Großen Kalmbergs bestätigt – das siebte nachgewiesene Rudelgebiet des Bundeslandes.
Seit Monaten hatten Anwohner in der Gegend um den Großen Kalmberg an der Grenze zwischen dem Ilm-Kreis und dem Landkreis Saalfeld-Rudolstadt über Wolfssichtungen berichtet. Nun steht fest: Zwei Wölfe haben sich dort niedergelassen und ein neues Territorium gebildet. Bislang gab es in Thüringen offiziell keine anerkannten Wolfsrudel, obwohl allgemeine Daten auf ihre Anwesenheit im Land hindeuteten.
Die Entscheidung des Bundestags fällt in eine Phase, in der die Wolfspopulation in Thüringen wächst. Rund 30 Wölfe leben mittlerweile in sieben bestätigten Revieren in der Region. Die neuen Regelungen sollen den Umgang mit Wölfen erleichtern, die Nutztiere reißen oder Schutzumzäunungen überwinden.
Die Thüringer Landesregierung plant, ihre Jagdgesetze zu aktualisieren, sobald die bundesweiten Änderungen in Kraft treten. Zudem wird derzeit eine spezielle Wolfsmanagementstrategie erarbeitet. Der Bundesrat wird voraussichtlich am 27. März über die Maßnahme abstimmen, danach treten die Vorschriften in Kraft.
Die Änderungen geben Landwirten und Behörden mehr Handlungsmöglichkeiten, um Nutztiere vor Wolfsangriffen zu schützen. Mit sieben bestätigten Revieren bereitet sich Thüringen auf strengere Managementregeln vor. Die endgültige Abstimmung am 27. März wird entscheiden, wann die neuen Bestimmungen greifen.
