Schneechos am Münchner Flughafen: 600 Passagiere stundenlang in Maschinen eingeschlossen
Ella WagnerSchneechos am Münchner Flughafen: 600 Passagiere stundenlang in Maschinen eingeschlossen
Schwerer Schneefall: 600 Passagiere sitzen stundenlang in Maschinen am Münchner Flughafen fest
Etwa 600 Reisende mussten in der Nacht zum 27. Februar 2026 stundenlang in sechs Flugzeugen auf dem Münchner Flughafen ausharren. Die Notlage begann gegen 22 Uhr und dauerte bis kurz vor 4:30 Uhr morgens an. Viele Passagiere litten unter mangelnder Grundversorgung – während der Wartezeit erhielten sie lediglich eine kleine Wasserflasche und einen Keks.
Auslöser für das Chaos waren rund 100 gestrichene Flüge am Vortag, die die Kapazitäten des Flughafens überlasteten. Da weder Busse noch Crew-Transporter verfügbar waren, konnten die Passagiere nicht zum Terminal zurückkehren. Die Situation verschärfte sich durch Kommunikationspannen, da der Flughafen über keine zentrale Einsatzleitung verfügt – ein Umstand, der später in einer Pressekonferenz thematisiert wurde.
Passagiere berichteten von beengenden Bedingungen an Bord: knappe Verpflegung und keine klaren Informationen. Die Lufthansa entschuldigte sich im Nachhinein und kündigte finanzielle Entschädigungen für die Betroffenen an. Der Flughafenchef forderte eine lückenlose Aufklärung der Koordinationsmängel, die zu dem Debakel geführt hatten.
Bisher liegen keine weiteren Details zu den Folgen für Flüge oder Reisende in den Tagen nach dem Vorfall vor.
Die nächtliche Zwangslage offenbart Schwächen im Notfallmanagement des Münchner Flughafens. Mit dem Entschädigungsangebot der Lufthansa und der angekündigten Untersuchung soll zunächst die akute Krise bewältigt werden. Stand 28. Februar 2026 gibt es jedoch noch keine Informationen zu weiteren Beeinträchtigungen oder langfristigen Lösungen.
