Mordprozess in Freiburg: Mann soll seine Frau vor den Augen der Kinder erstochen haben
Matteo Wolf"Sei brav", sagte der Vater zu seinen Kindern. Blut war auf dem Messer in seiner Hand - Mordprozess in Freiburg: Mann soll seine Frau vor den Augen der Kinder erstochen haben
In Freiburg muss sich ein Mann wegen des Vorwurfs verantworten, seine Frau im Juni 2025 erstochen zu haben. Der Vorfall soll sich ereignet haben, während fünf ihrer gemeinsamen Kinder im Haus anwesend waren. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Mord vor, doch der Angeklagte bestreitet, seine Frau töten zu wollen.
Der Fall sorgt für Aufsehen vor dem Hintergrund der wachsenden Besorgnis über häusliche Gewalt in Deutschland. Allein in Nordrhein-Westfalen registrierte die Polizei im Jahr 2025 insgesamt 67.508 Opfer von häuslicher Gewalt, wobei mehr als die Hälfte – 35.670 Personen – mit dem Täter oder der Täterin in einem gemeinsamen Haushalt lebte. Bundesweite Zahlen für dasselbe Jahr liegen noch nicht vollständig vor, allerdings verzeichnete Hamburg einen allgemeinen Rückgang der Kriminalitätsrate.
Im Mittelpunkt des Prozesses stehen die Ereignisse vom Juni 2025, als der Angeklagte seine Frau laut Anklage in ihrem Zuhause attackiert haben soll. Die Staatsanwaltschaft geht von einer vorsätzlichen Tat aus, während der Beschuldigte betont, keine tödliche Absicht gehabt zu haben. Dass die fünf Kinder des Paares zum Zeitpunkt der Tat im Haus waren, verleiht dem Verfahren zusätzliche Brisanz.
Die Verhandlung dauert an, während die Ermittler die Umstände der Messerattacke aufklären. Bei einer Verurteilung droht dem Mann eine lange Haftstrafe. Der Fall wirft zudem ein Schlaglicht auf die anhaltenden Bemühungen, häusliche Gewalt einzudämmen – regionale Daten zeigen, dass jährlich Tausende Menschen davon betroffen sind.
