PKV-Verband unterstützt Apothekenreform – aber mit klaren Vorbehalten

Greta Schneider
Greta Schneider
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Ein Plakat mit Text und einem Logo, auf dem "Reduzierung der Arzneimittelkosten unter der Biden-Harris-Regierung" steht.Greta Schneider

PKV-Verband unterstützt Apothekenreform – aber mit klaren Vorbehalten

Der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV-Verband) hat seine Position zum neuen Apothekenversorgungsstärkungsgesetz dargelegt. Zwar befürwortet der Verband einige der geplanten Änderungen, äußert jedoch auch Bedenken gegenüber bestimmten Vorhaben. Das Gesetz zielt darauf ab, Apotheken eine größere Rolle im Gesundheitswesen einzuräumen – doch der PKV-Verband warnt, dass nicht alle Maßnahmen wie beabsichtigt wirken könnten.

Der Verband begrüßt Teile des neuen Gesetzes, insbesondere die Schwerpunkte auf Impfungen und die verbesserte Versorgung mit Notfallmedikamenten. Er unterstützt den Vorschlag, Apotheken in dringenden Fällen einmalige Notfallmengen von Dauermedikamenten ohne vorherige ärztliche Genehmigung abgeben zu dürfen. Zudem lobt der Verband die klareren Preisregelungen für Rezepturarzneimittel und fordert, dass private Versicherer bei den Preisverhandlungen mit einbezogen werden.

Gleichzeitig gibt es Vorbehalte gegen andere Pläne. So stellt der Verband infrage, ob die von Apotheken angebotene Lebensstil- und Ernährungsberatung Patienten tatsächlich einen Mehrwert bietet. Eine solche Beratung könnte seiner Ansicht nach zu komplex sein, als dass Apotheker sie fachgerecht leisten könnten. Ähnlich kritisch sieht er die geplante Abgabe verschreibungspflichtiger Medikamente in Akutfällen – hier müsse jede Einschränkung der ärztlichen Entscheidungshoheit sehr genau geprüft werden.

Ein weiteres zentrales Thema ist die Finanzierung. Der Verband pocht auf ein neues System, das das aktuelle – als unwirksam bezeichnete – Modell ersetzt. Zudem fordert er, dass private Versicherer und ihre Kunden an den Einsparungen durch Preisverhandlungen beteiligt werden. Darüber hinaus plädiert er für gesetzliche Änderungen, die eine individuelle Abrechnung pharmazeutischer Leistungen für privatversicherte Patienten ermöglichen.

Die Stellungnahme des PKV-Verbands zeigt sowohl Zustimmung als auch Skepsis gegenüber dem Apothekenversorgungsstärkungsgesetz. Zwar spricht sich der Verband für eine stärkere Einbindung der Apotheken bei Impfungen und in der Notfallversorgung aus, betont jedoch, dass neue Angebote gründlich evaluiert werden müssen. Gleichzeitig drängt er auf eine gerechtere Finanzierung und klarere Regelungen, damit die Reformen allen Patienten zugutekommen.

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