EVG warnt vor massiven Jobverlusten bei DB Systel in Erfurt
Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) warnt vor möglichen Stellenstreichungen bei DB Systel, dem hauseigenen IT-Dienstleister der Deutschen Bahn. Das Unternehmen beschäftigt derzeit rund 6.500 Mitarbeiter an drei Hauptstandorten, doch durch Umstrukturierungspläne könnten bis zu 500 Arbeitsplätze in Erfurt gefährdet sein. Die Belegschaft bereitet sich nun auf Proteste gegen die geplanten Änderungen vor.
DB Systel ist an den Standorten Frankfurt, Berlin und Erfurt vertreten und beschäftigt insgesamt etwa 6.500 Menschen. Mit 4.900 Mitarbeitern ist Frankfurt der größte Standort, gefolgt von Berlin mit 1.600 und Erfurt mit 700 Beschäftigten. Der Vorstoß der Deutschen Bahn, "schlanker und kundenorientierter" zu werden, hat eine Überprüfung der Struktur von DB Systel ausgelöst.
Bis zu 500 Arbeitsplätze in Erfurt könnten gestrichen oder in andere Tochtergesellschaften der Deutschen Bahn verlagert werden. Die EVG kritisiert diesen Schritt scharf und argumentiert, dass eine Umverteilung der IT-Aufgaben die Stabilität und Sicherheit der Systeme der Deutschen Bahn schwächen könnte. Als Reaktion darauf hat die Gewerkschaft für nächsten Mittwoch eine Kundgebung in Erfurt organisiert, um gegen die geplanten Maßnahmen zu protestieren.
Offizielle Daten zu den Beschäftigtenzahlen an den drei Standorten der vergangenen fünf Jahre liegen nicht vor. Dennoch haben die möglichen Kürzungen bereits Besorgnis unter den Mitarbeitern und Gewerkschaftsvertretern ausgelöst.
Die geplante Umstrukturierung bei DB Systel könnte dazu führen, dass Hunderte von Arbeitsplätzen in Erfurt entweder gestrichen oder an andere Standorte verlegt werden. Die Protestaktion der EVG nächste Woche wird die Befürchtungen hinsichtlich der IT-Sicherheit und der Stabilität der Belegschaft in den Fokus rücken. Die Deutsche Bahn hat die endgültigen Details der Änderungen bisher noch nicht bestätigt.
