04 April 2026, 00:31

Samsung lotet Chip-Produktion in Deutschland aus – Delegation verhandelt in Südkorea

Ein IBM i2s9k9k3s16-Prozessor wird auf einem violetten Hintergrund angezeigt, der verschiedene Komponenten und gedruckten Text zeigt.

Samsung lotet Chip-Produktion in Deutschland aus – Delegation verhandelt in Südkorea

Eine deutsche Investorendelegation hält sich derzeit in Südkorea auf, um mögliche Partnerschaften mit Samsung in der Halbleiterbranche auszuloten. Der Besuch folgt anhaltenden Spekulationen, wonach Samsung seine Chipproduktion nach Europa – insbesondere nach Deutschland – ausweiten könnte. Berichten zufolge könnte das Unternehmen die Lücke füllen, die Intel durch seinen Rückzug aus Magdeburg im vergangenen Jahr hinterlassen hat.

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Gerüchte über einen möglichen Markteintritt Samsungs in Europa machen seit knapp zehn Tagen die Runde. Branchenquellen, darunter DigiTimes und The Korea Times, behaupten, das Unternehmen prüfe Optionen wie eine vollwertige Fabrik, Verpackungsanlagen oder Design-Unterstützung. Bisher hat Samsung jedoch keine konkreten Pläne oder Verhandlungen bestätigt.

Die deutsche Delegation besteht aus Vertretern Sachsens und Sachsen-Anhalts – Regionen, die bereits in der Chipproduktion aktiv sind. Beide Bundesländer buhlen um Samsungs Investitionen, wobei Sachsen als aussichtsreicher Kandidat gilt. Der Besuch Anfang Februar 2026 zielt darauf ab, die Beziehungen zu Samsung zu vertiefen und mögliche Kooperationen zu erörtern.

Deutschlands Suche nach einem Ersatz für Intel hat an Fahrt aufgenommen, seit der US-Konzern sein Fabrikprojekt in Magdeburg aufgab. Hohe Energie- und Arbeitskosten in Europa schreckten Investoren bisher oft ab, doch Unternehmen wie TSMC haben sich trotzdem in der Region engagiert. Ein umfangreiches Subventionspaket dürfte eine Schlüsselrolle spielen, um Samsung für ein Engagement zu gewinnen.

Samsungs Strategie scheint sich an TSMCs Vorgehen in Europa zu orientieren: Das Unternehmen rückt näher an wichtige Partner heran und sichert sich exklusive Vereinbarungen. Zwar gibt es noch keine offiziellen Stellungnahmen, doch die laufenden Gespräche deuten auf ein wachsendes Interesse an einer Expansion des Halbleiterstandorts Deutschland hin.

Der Besuch der Delegation unterstreicht Deutschlands Bemühungen, nach Intels Abgang große Chiphersteller wie Samsung anzulocken. Sollte Samsung seine Investitionspläne umsetzen, könnte dies die Halbleiterlandschaft des Landes grundlegend verändern. Der Ausgang hängt von den Verhandlungen, den angebotenen Fördermitteln und der endgültigen Entscheidung des Unternehmens in den kommenden Monaten ab.

AKTUALISIERUNG —

New FMC Chip Factory Aims to Fill Intel's Gap in Magdeburg

A new chip factory project by Dresden-based FMC is advancing near Magdeburg to address Intel's abandoned plans. The 100-hectare site aims to produce memory chips for European industries. Key details include:

  • A billion-euro investment to boost regional tech sovereignty.
  • 100 hectares allocated for the facility, with talks underway for federal and EU funding.
  • Wirtschaftsminister Sven Schulze called it a 'Plan B' to secure semiconductor production after Intel's withdrawal.