Thüringen rettet Sprachkurse für Migranten trotz Bundes-Kürzungen
Thüringen hält an Landesprogramm für Sprachkurse fest - Thüringen rettet Sprachkurse für Migranten trotz Bundes-Kürzungen
Thüringen hält an eigenen Sprachkursen für Migranten trotz Kürzungen bei Bundesintegrationsprogrammen fest
Trotz der Kürzungen bei den Integrationsprogrammen des Bundes führt Thüringen seine eigenen Sprachkurse für Migrantinnen und Migranten fort. Die Landesinitiative "Start Deutsch" wird weiterhin angeboten und richtet sich an diejenigen, die keine Förderung mehr aus Bundesmitteln erhalten. In diesem Jahr wurden 700.000 Euro für 27 Kurse bereitgestellt, von denen 360 Teilnehmende profitieren und ihre Deutschkenntnisse verbessern können.
Nach den neuen Bundesregelungen haben nur noch Migrantinnen und Migranten mit gesichertem Aufenthaltsstatus Anspruch auf Integrationskurse. Asylsuchende, ukrainische Kriegsgeflüchtete, EU-Bürgerinnen und -Bürger sowie Menschen mit einer Duldung erhalten keine Förderung mehr. Thüringens Migrationsministerin Beate Meißner unterstützt zwar den bundesweiten Fokus auf langfristig Bleibeberechtigte, betont jedoch, dass bestehende Hilfsangebote nicht einfach wegfallen dürfen.
Meißner unterstrich zudem die Notwendigkeit, die Einwanderungsgesetze für Personen ohne legalen Aufenthaltsstatus konsequent umzusetzen. Gleichzeitig warnte sie davor, dass die Kürzungen beim Bund Lücken in der Unterstützung für Migrantinnen und Migranten reißen könnten, die bereits in der Region leben.
Das Programm "Start Deutsch" wurde ins Leben gerufen, um die durch die Bundesbeschränkungen entstandene Versorgungslücke zu schließen. Zwar sind die genauen Teilnehmerzahlen seit dem Start nicht bekannt, doch das Land hat sich verpflichtet, die Initiative aufrechtzuerhalten. Die Kurse richten sich an Migrantinnen und Migranten, die zwar nicht mehr die neuen Bundesrichtlinien erfüllen, aber dennoch Sprachförderung benötigen.
Mit dieser Entscheidung sichert Thüringen Hunderten von Migrantinnen und Migranten, die von den Änderungen der Bundespolitik betroffen sind, weiterhin den Zugang zu Sprachkursen. Die 700.000 Euro decken in diesem Jahr Kurse für 360 Menschen ab. Ohne dieses Programm hätten viele keinen Zugang mehr zu dringend benötigtem Deutschunterricht.
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