Bayern investiert 110 Millionen Euro in regionale Projekte und ländliche Entwicklung
Greta Schneider110 Millionen Euro für 600 Projekte in Bayern - Bayern investiert 110 Millionen Euro in regionale Projekte und ländliche Entwicklung
Die bayerischen Regierungsparteien CSU und Freie Wähler haben in diesem Jahr rund 110 Millionen Euro für regionale Projekte bereitgestellt. Damit werden etwa 600 Initiativen gefördert – deutlich mehr als die 400 Vorhaben des Vorjahres.
Ein großer Teil des Budgets fließt in die ländliche Entwicklung. Fast zwei Drittel der 600 geförderten Projekte konzentrieren sich auf den ländlichen Raum, wie Josef Zellmeier mitteilte. Dazu zählen Dorferneuerungsprogramme, Unterstützung für Landwirte sowie Gemeinschaftseinrichtungen wie das Dorfgemeinschaftshaus Attenhausen und der Vereinstadel Engetried. Zusätzlich erhält die regionale Bildungsinitiative ALE Schwaben 300.000 Euro.
Für Kunst, Kultur und Wissenschaft sind über 30 Millionen Euro vorgesehen. Die weltberühmten Oberammergauer Passionsspiele erhalten 110.000 Euro für eine wissenschaftliche Studie, während 8,6 Millionen Euro in die Sanierung von Kirchen und historischen Gebäuden fließen.
Auch Gesundheitsversorgung, Altenpflege und Jugendförderung stehen im Fokus. Für medizinische und Seniorendienste sind 7,5 Millionen Euro eingeplant, für Jugendprojekte 10 Millionen Euro – darunter 1,5 Millionen für den Bayerischen Jugendring. Sport, Inklusionsmaßnahmen und Museen teilen sich die verbleibenden Mittel.
Kritiker werfen den Abgeordneten vor, mit den öffentlichen Geldern gezielt Wählerstimmen in ihren Wahlkreisen zu gewinnen. Im Vorjahr waren 90 Millionen Euro auf weniger Projekte verteilt worden – das diesjährige Budget ist das größte der letzten Jahre.
Die Mittelaufstockung kommt 600 Projekten in ganz Bayern zugute, mit einem deutlichen Schwerpunkt auf ländlichen Regionen. Die Ausweitung des Budgets unterstreicht den Willen, im kommenden Jahr Jugend, Kultur und lokale Infrastruktur besonders zu stärken.
