Eskalation in Wolfenbüttel: Platzsperrung bringt Fußball-Landesligist in Not
Greta SchneiderEskalation in Wolfenbüttel: Platzsperrung bringt Fußball-Landesligist in Not
Die Spannungen zwischen dem MTV Wolfenbüttel und der Stadtverwaltung haben sich nach der plötzlichen Schließung des Hauptplatzes im Meesche-Sportpark zugespitzt. Die Spieler des Vereins werfen der Stadt vor, mit ihrer überstürzten Entscheidung die Vorbereitungen auf die neue Landesliga-Saison empfindlich gestört zu haben. Im Mittelpunkt des Streits stehen Kommunikations- und Planungsmängel zwischen beiden Seiten.
Die Stadtverwaltung hatte für den 8. Juni Wartungsarbeiten angesetzt und begründete dies mit fehlenden verlässlichen Angaben des MTV Wolfenbüttel. Bereits im Mai hatte sie alle Sportvereine um die Nennung wichtiger Termine gebeten, vom Fußballteam jedoch keine klare Rückmeldung erhalten. Die Folge: Die Mannschaft fand den Platz bei Beginn der Vorbereitung auf die neue Saison plötzlich gesperrt vor.
Der MTV Wolfenbüttel musste daraufhin nach Adersheim ausweichen und bereits vereinbarte Testspiele absagen. Der Verein betont, dass diese Spiele erst nach Beginn der Sanierungsarbeiten endgültig festgelegt und der Verwaltung mitgeteilt worden seien. Die Stadt hält dem entgegen, dass Alternativplätze im Meesche-Park sowie an der Halberstädter Straße weiterhin nutzbar seien.
Die Verwaltung weist jede Schuld von sich und lehnt es ab, für finanzielle Verluste durch die Schließung verantwortlich zu sein. Stattdessen fordert sie den MTV Wolfenbüttel auf, seine Planung zu verbessern und künftig professioneller sowie transparenter zu kommunizieren, um ähnliche Konflikte zu vermeiden.
Mittlerweile hat die erste Mannschaft des Vereins ihre erste Trainingseinheit in Adersheim abgehalten. Die Stadt besteht darauf, dass die Sperrung aufgrund vorheriger Verpflichtungen und mangelnder Abstimmung unvermeidbar war. Beide Seiten müssen nun die Kommunikationspanne aufarbeiten, um weitere Beeinträchtigungen zu verhindern.
