EU plant 2-Billionen-Haushalt: Wer zahlt die gigantische Rechnung bis 2034?
Ella WagnerEU plant 2-Billionen-Haushalt: Wer zahlt die gigantische Rechnung bis 2034?
Die Europäische Kommission hat einen Haushaltsplan in Höhe von 2 Billionen Euro für den nächsten mehrjährigen Finanzrahmen der EU von 2028 bis 2034 vorgeschlagen. Dies stellt eine deutliche Erhöhung gegenüber dem aktuellen Rahmen von 1,2 Billionen Euro dar, der sich auf 2 Billionen Euro beläuft, wenn man den Wiederaufbaufonds NextGenerationEU mit einrechnet. Der Plan hat bereits Debatten unter den Mitgliedstaaten über die Kosten und Finanzierungsmethoden ausgelöst.
Sechzehn EU-Länder, darunter Polen, Italien, Spanien und Portugal, setzen sich für einen größeren Haushalt ein. Sie argumentieren, dass mehr Mittel für gemeinsame Prioritäten wie Klimaschutz, digitale Transformation und Migration benötigt werden. Unterdessen unterstützt Ursula von der Leyen, die Präsidentin der Europäischen Kommission, einen Haushalt von über 2 Billionen Euro für den Zeitraum 2028–2034.
Der Vorschlag stößt jedoch auf Widerstand bei den Nettozahlern, wobei Deutschland die Opposition anführt. Thomas Ossowski, der Ständige Vertreter Deutschlands bei der EU, warnte vor einem „immensen Anstieg“ der Zahlungen seines Landes. Als größter Nettozahler überweist Deutschland derzeit jährlich 19 bis 25 Milliarden Euro mehr in den EU-Haushalt, als es zurückerhält. Auch Belgien könnte unter dem neuen Plan mit einem Anstieg seiner jährlichen Beiträge um bis zu 2,5 Milliarden Euro rechnen.
Um den erhöhten Haushalt zu finanzieren, plant die Kommission die Einführung neuer EU-weiter Steuern. Dazu könnten Abgaben auf umweltpolitische Maßnahmen und Tabakprodukte gehören. Die Verhandlungen laufen noch, wobei die Kommission bis Jahresende eine Einigung anstrebt.
Der vorgeschlagene Haushalt von 2 Billionen Euro würde die EU-Ausgaben für die nächsten sieben Jahre neu gestalten. Sollte er genehmigt werden, wären höhere Beiträge der wohlhabenderen Mitgliedstaaten erforderlich, während gleichzeitig neue Einnahmequellen geschaffen würden. Die endgültige Entscheidung hängt davon ab, ob die gegnerischen Länder bis zum Stichtag einen Kompromiss finden.






