FDP-Chefin Daniela Schmitt tritt nach historischer Wahlniederlage zurück
Greta SchneiderFDP-Chefin Daniela Schmitt tritt nach historischer Wahlniederlage zurück
Daniela Schmitt, Landesvorsitzende der Freien Demokratischen Partei (FDP) in Rheinland-Pfalz, ist nach einer schweren Wahlniederlage als Parteichefin zurückgetreten. Mit nur 2,1 Prozent der Stimmen verfehlte die FDP zum zweiten Mal seit 2011 den Einzug in den Landtag. Schmitt kündigte ihren Rückzug vor einer für Mai geplanten Vorstandswahl an und begründete dies mit dem Wohl der Partei – sie werde nicht mehr für eine Wiederwahl kandidieren.
Schmitt hatte im April 2025 den Landesvorsitz übernommen, nach einer turbulenten Phase für die FDP. Ihr Vorgänger Volker Wissing hatte die Partei im November 2024 verlassen, nachdem die Ampelkoalition zerbrochen war. Die FDP steckte daraufhin in einer Existenzkrise und scheiterte 2025 auch am Wiedereinzug in den Bundestag.
Ihre Amtszeit war von einem erbitterten internen Machtkampf nach Wissings Abgang und dem plötzlichen Tod des FDP-Justizministers Herbert Mertin geprägt. Trotz dieser Herausforderungen hatte Schmitt die Partei bereits 2021 als Spitzenkandidatin in den Landtagswahlkampf geführt und damals 5,5 Prozent der Stimmen geholt.
Vor ihrer politischen Karriere arbeitete sie als Regionaldirektorin bei der Volksbank Mainz und trat in ihren frühen Dreißigern der FDP bei. Als Wirtschafts- und Verkehrsministerin in der scheidenden Koalition gelang es ihr, eine Milliardeninvestition des US-Pharmakonzerns Eli Lilly in ihre Heimatstadt Alzey zu vermitteln.
Schmitt schlägt nun vor, auf dem Landesparteitag am 9. Mai ein neues Führungsteam zu wählen. Sie betonte, die FDP bleibe eine klare liberale Stimme und werde – auch außerhalb des Parlaments – daran arbeiten, das Vertrauen der Wähler zurückzugewinnen.
Das schlechte Wahlergebnis lässt die FDP in Rheinland-Pfalz ohne parlamentarische Vertretung zurück. Mit Schmitts Rücktritt ist der Weg für eine Neuaufstellung der Parteispitze im kommenden Monat frei. Nun steht die FDP vor der Aufgabe, nach Jahren des Niedergangs wieder an Unterstützung zu gewinnen.






