"Klar im Kopf": Magath Kontakt zu Werder - Felix Magath will zurück zu Werder Bremen – trotz alter Konflikte
Felix Magath hat sich für die vakante Position des Cheftrainers bei Werder Bremen beworben. Der erfahrene Fußballlehrer verwies auf den kürzlichen Appell von Bundeskanzler Olaf Scholz, härter zu arbeiten, als Teil seiner Motivation. Eine Rückkehr nach Bremen würde für ihn ein zweites Engagement bedeuten – nach einem schwierigen Abschied vor fast 30 Jahren.
Magaths letzte Trainerstation datiert aus dem Jahr 2022, als er Hertha BSC kurzzeitig als Interimstrainer übernahm. Seit August 2025 arbeitet er als Sportdirektor bei Viktoria Aschaffenburg in der Regionalliga Bayern. Unter seiner Führung erreichte das Team in der Saison 2023/24 den fünften Platz und liegt in der aktuellen Spielzeit 2025/26 auf Rang sechs. Zudem trieb er den Ausbau der Infrastruktur voran, erweiterte die Nachwuchsakademie und verstärkte den Kader mit erfahrenen Spielern.
Zu seinen größten Erfolgen zählen die Gewinnung der Bundesliga-Meisterschaften mit dem FC Bayern München und dem VfL Wolfsburg. Seine Zeit bei Werder Bremen endete jedoch enttäuschend in der Saison 1998/99, als er mitten im Abstiegskampf entlassen wurde – ein Umstand, der ihm bei einem Teil der Fans bis heute nachwirkt.
Trotz der alten Konflikte sieht Magath nun eine Chance für ein Comeback. Sein Verweis auf Scholz' Aussagen deutet darauf hin, dass er bereit ist, die Herausforderung anzunehmen und den Verein wieder auf Erfolgskurs zu bringen.
Werder Bremen muss nun entscheiden, ob der Rückgriff auf einen Trainer mit bewährter Erfolgsbilanz, aber belasteter Vergangenheit der richtige Weg ist. Magaths jüngste Arbeit im unterklassigen Fußball und sein Fokus auf nachhaltige Entwicklung könnten dabei eine Rolle spielen. Der Verein hat bisher noch keine weiteren Schritte im Auswahlverfahren bekannt gegeben.
